126 Beiträge findest Du hier auf der Herzwiese.

TAMOXIFEN – Tipps und Erfahrungen

Jeden Abend gibt es bei mir eine Tamoxifen Tablette. Und das noch ein paar Jahre. In meinem Beitrag gebe ich Dir praktische Tipps und berichte von meinen Erfahrungen mit Tamoxifen.

Meine praktischen Tipps und Erfahrungen zu Tamoxifen

Meine praktischen Tipps und Erfahrungen zu Tamoxifen

Vielleicht steckst Du gerade mitten in der Primärtherapie deiner Brustkrebserkrankung?  Da drehen sich die Gedanken um eine Chemotherapie, Operation oder Bestrahlungen. Wenn Du einen hormonabhängigen Brustkrebs hast, wird dabei meistens die Einnahme von Tamoxifen empfohlen. Als ich die Diagnose Brustkrebs bekam dachte ich nicht daran, dass ich so etwas jahrelang einnehmen sollte. Woher auch, ich hatte keine Ahnung, dass das meistens dazu gehört. Auch heute noch wundern sich Freunde und Menschen, denen ich davon berichte, dass ich noch viele Jahre ein Anti-Krebs-Medikament einnehmen muss. Die meisten  Menschen gehen davon aus, dass    nach der Primärtherapie, also Chemo, Bestrahlung, OP das Thema durch ist. Nur leider ist dem nicht so.

Ich hatte eine Tamoxifen Blockade

Ich war eine brave Patientin. Was die Ärzte mir in dieser Zeit der Brustkrebs Diagnose geraten haben, habe ich gemacht. Nun ja, nicht ganz, aber das ist ein anderes Thema. Es hat mit Chemo und dem Oncotype Test zu tun. Kurz vor Ende der Bestrahlungen hieß es dann: so nun bekommen Sie ein Rezept für Tamoxifen. Das nehmen Sie dann bitte direkt nach dem letzten Tag der Bestrahlung. Nun ja, die Packung hatte ich mir in der Apotheke besorgt. Eines Abends habe ich mir den Beipackzettel durchgelesen. Ob das wirklich vernünftig war, weiß ich bis heute nicht so recht. Was ich da an Nebenwirkungen las, war wie in einer Achterbahn zu sitzen und ständig steil bergab zu fahren und sich dabei völlig unwohl zu fühlen. Oh Mann, dachte ich –  das soll ich jetzt mindestens fünf bis zehn Jahre einnehmen? Der Tag der letzten Bestrahlung rückte näher. Ich war so unendlich glücklich, diese Prozedur geschafft zu haben. Und jetzt? Ich konnte Tamoxifen nicht nehmen und hatte eine regelrechte Tamoxifen Blockade. Diese sollte mehrere Wochen anhalten…

Wenn Du nicht direkt mit Tamoxifen starten kannst, solltest Du dir etwas Zeit dafür lassen.

Kurz bevor ich mit dem Tamoxifen angefangen habe, fand ich in der Reha dieses Plakat. Es hat mich motiviert.

Kurz bevor ich mit dem Tamoxifen angefangen habe, fand ich in der Reha dieses Plakat. Es hat mich motiviert.

Wie ich die Angst vor Tamoxifen verlor           

Es ging zur Reha, in die Paracelsus Klinik ins Allgäu, genau genommen nach Scheidegg. Das Tamoxifen hatte ich im Gepäck und immer noch nicht genommen. Meine Frauenärztin wusste davon und sagte, dass ich mir bis zur Reha Zeit nehmen sollte. Es war kein Problem erst ein paar Wochen nach der Bestrahlung damit anzufangen. Puh, das hatte mich schon einmal beruhigt. Während meines Aufnahmegesprächs in Scheidegg habe ich meiner Ärztin davon berichtet. Sie hat mir vorgeschlagen es einfach zu nehmen, wenn ich bereit dazu bin. In der Rehaklinik habe ich direkt ein paar sehr nette Frauen kennengelernt, die natürlich das gleiche Schicksal wie ich hatten. Mit dem Unterschied, dass sie Tamoxifen schon teilweise ein paar Wochen oder Monate einnahmen. Wir haben oft darüber gesprochen, was das Tamoxifen denn nun bei jedem einzelnen für Auswirkungen hat. Bei den meisten waren es auf jeden Fall Hitzewallungen. Und das haben wir einfach mit Humor gesehen. Mit der Zeit wurde mir das Thema immer vertrauter und ich verlor so langsam aber sicher meine Tamoxifen Blockade.

Tamoxifen Meine TIpps und Erfahrungen

Tamoxifen Meine Tipps und Erfahrungen

Lästig aber häufig mit von der Partie bei Tamoxifen und/oder Aromatasehemmern: Schwitzen und Hitzewallungen. Meine Tipps dazu findest Du hier auf der Herzwiese.    

Ein Tag ohne Tamoxifen – heute undenkbar

Nun waren die Bestrahlungen sechs Wochen her. Die Reha verging und ich hatte immer noch nicht mit dem Tamoxifen angefangen. Es nahte der vorletzte Abend, bevor es wieder nach Hause ging. Vorab hatte ich mir überlegt Tamoxifen abends zu nehmen. Ich saß auf meinem Bett in der Reha. Der grüne Blister mit den Tamoxifen Tabletten in meiner Hand. Tränen liefen mir übers Gesicht. Ich dachte, dass ich mich nun vom normalen Leben verabschieden muss. Ab morgen werde ich schlagartig in den Wechseljahren sein, Punkt. Dabei hatte ich Horrorvorstellungen, dass alle negativen Dinge, die man zu den Wechseljahren so liest, nun auf mich zukommen. Ich musste dadurch, komme was wolle. Und auf einmal wusste ich, dass ich es schaffen werde. Nun nehme ich Tamoxifen schon über drei Jahre.  Also ich bin ehrlich, ganz ohne Nebenwirkungen ist das alles natürlich auch nicht. Aber sie halten sich in Grenzen. Außerdem versuche ich immer das Beste daraus zu machen. Auch das gelingt mal besser und mal schlechter. Wenn ich heute daran zurückdenke, habe ich mir viel zu viele negative Gedanken gemacht. Heute ist es für mich undenkbar kein Tamoxifen zu nehmen. Was ich von den Frauen in der Reha gelernt habe ist, dass sie Tamoxifen als ihren Schutz vor Krebs ansehen.

Auch Du schaffst das

Es ist also wichtig, das ganze Unterfangen mit Tamoxifen positiv anzugehen. Deshalb möchte ich Dich liebe Herzwiesefreundin unbedingt dazu motivieren dabei zu bleiben. Oder überhaupt erst anzufangen.  Weil Tamoxifen eine wirksame Hilfe gegen Krebs bieten kann. Du schaffst das! So wie ich das auch geschafft habe. Hast Du Lust auf weitere praktische Tipps und Erfahrungen zum Thema Brustkrebs und Frauengesundheit? Oder wie wäre es mit leckeren und gesunden Rezepten? Dann schau Dich hier auf meiner Herzwiese um.

Heute bin ich stolz auf mich, dass ich schon ein paar Jahre mit Tamoxifen geschafft habe.

Heute bin ich stolz auf mich, dass ich schon ein paar Jahre mit Tamoxifen geschafft habe.

 

Danke sagen möchte ich Susanne, Heike, Anke und Carmen. Sie waren mit mir in der Reha und haben mich motiviert Tamoxifen einzunehmen.

 

Ich hoffe meine Erfahrungen helfen Dir. Ich freue mich über Deine Erfahrungen und Kommentare dazu. Wunderbare Grüße von Kirsten von der Herzwiese.      

Meinen Beitrag über meine langjährigen Erfahrungen zu Tamoxifen und Nebenwirkungen liest Du hierAuch ich habe Tage an denen ich am liebsten alles im Hinblick auf die Antihormontherapie hinschmeißen möchte. Meinen Beitrag zum Thema Antihormontherapie – aufhören oder weitermachen findest Du hier

 

Teilen:

121 Kommentare

  1. Karin
    7. Oktober 2020 / 12:25

    Liebe Schwester im Herzen,
    mir ging es ähnlich. Ich hatte Angst vor Tamoxifen, aber noch mehr Panik nochmals zu erkranken.
    Ich habe sofort nach den Bestrahlungen damit angefangen. Das 1. Jahr war so mittelprächtig, aber mittlerweile im 3. Jahr ist alles (bis auf ein paar Hitzeflashes) ok. Nehme einige Nahrungsergänzungsmittel, wie Coenzym, Vitamin D, B12, Augenkapseln (da extrem trockene Augen) und Magnesium. Läuft…..

    Alles Liebe und danke für deine tolle Seite!
    Liebe Grüße aus Augsburg,
    Karin

    • Kirsten
      Autor
      10. Oktober 2020 / 12:26

      Liebe Karin, ganz lieben Dank für Deinen netten Kommentar. Darüber habe ich mich wirklich sehr gefreut. Ja, Tamoxifen ist immer wieder eine Herausforderung. Und es ist leider nicht damit getan, es einfach zu schlucken. Damit Nebenwirkungen erträglich bleiben ist Sport und gesundes Leben immens wichtig. Also diese Erfahrung habe ich gemacht. Dazu findest Du auch einen Beitrag hier auf der Herzwiese zum Thema Sport und Brustkrebs. In Kürze gibt es Neues zu Tamoxifen hier auf meiner Seite, es geht um praktische Tipps dazu. Bleib gesund und guter Dinge. Herzliche Grüße sendet Dir Kirsten von der Herzwiese.

      • Monika
        9. Februar 2022 / 15:01

        Liebe Kirsten,

        Mit Aufmerksamkeit habe ich Deine Seiten gelesen und wende mich deshalb mit meiner Frage an Dich. Leider konnte ich keine andere Seite finden, wo ich schreiben könnte. 

        Ich wurde Anfang Januar an Brustkrebs operiert, bin 69 Jahre alt. Strahlentherapie soll nächste Woche beginnen. Lymphknoten waren nicht befallen.

        Zur Antihormontherapie wurde mir Letrozol verschrieben und ich sollte vorher meinen Zahnstatus abklären lassen. Mein Zahnarzt, bei dem ich regelmäßig war, hat mich zu einer 3D Aufnahme geschickt. Dort wurde leider festgestellt, dass 4 wurzelbehandelte Zähne größere Zysten haben und gezogen werden müssen. Der Kieferchirurg sagte auch, dass die Weiterbehandlung bei einer Biphosphonattherapie schwierig werden würde. Deshalb bin ich jetzt am Überlegen, ob nicht die Therapie mit Tamoxifen besser für mich wäre. Am liebsten wäre mir aber nichts einzunehmen. Ein Bekannter, der Chef an Strahlenklinik war, sagt für mich nur Tamoxifen und nichts anderes, mein Frauenarzt verschreibt das was die Klinik sagt, hat mir aber auch Tamoxifen auf meinen Wunsch verschrieben. 

        Meine Histologie sagt duktunales Carcinoma in situ.

        Vielleicht hat jemand Erfahrungen mit Letrozol gegen Tamoxifen. Würde mich sehr über eine Antwort freuen.

        Mit freundlichen Grüßen Monika

        • Kirsten
          Autor
          9. Februar 2022 / 16:44

          Liebe Monika, vielen Dank für Deine Frage. Ich bin keine Medizinerin, aber mir ist auch bekannt, dass der Zahnstatus bei einer Bisphosphonattherapie in Ordnung sein muss. Nur warum sollst Du diese Therapie bekommen? Hast Du bereits eine Osteoporose? Oder soll es vorsorglich in Kombination mit einem Aromatasehemmer gegeben werden? Wenn Dein Brustzentrum sagt besser Tamoxifen, würde ich das so machen. Du kannst aber auch noch mal beim Krebsinformationsdienst anrufen. Dort können Dir Ärzte kostenlos und fachkundig weiterhelfen. Hier ist die Nummer: Telefon: 0800 – 420 30 40. So würde ich an Deiner Stelle an die Sache rangehen. Keine Antihormontherapie zu machen, empfehle ich dir nicht. Alles Gute für Dich und bis ganz bald mal wieder hier auf der Herzwiese. Wunderbare Grüße von Kirsten von der Herzwiese.

  2. silvia striesow
    6. Dezember 2020 / 13:42

    Hallo liebe Herzwiese ,
    deinen Beitrag habe ich mit Interesse gelesen,ich nehme Tamoxifen seit fast 5 Jahren und habe mich damit arrangiert.In diesem Jahr habe ich auf Letrozol gewechselt und nach 3 Monaten auf „mein“ Tamoxifen zurück ,
    weil es für mich besser verträglich ist . Mein vorgegebenes Ziel sind 10 Jahre .
    Ich will alle Frauen ermutigen ,es zu versuchen und durchzuhalten . Es wird mit der Zeit besser !!!
    Vielen Dank für diese tolle Seite .
    Liebe Grüsse von der Insel Hiddensee.
    Silvia

    • Kirsten
      Autor
      6. Dezember 2020 / 19:17

      Liebe Silvia, ganz herzlichen Dank für deinen netten Kommentar, der mich sehr freut. Mein Weg wird ähnlich wie deiner sein. Noch anderthalb Jahre, dann soll ich wohl auch das Medikament wechseln. Wie haben sich denn die Nebenwirkungen des Letrozol bei Dir bemerkbar gemacht? Ich habe da Bedenken, im Hinblick auf Gelenkprobleme o.ä. Und vermutlich kann ich dann auch wieder auf „mein“ Tamoxifen umsteigen. WIR SCHAFFEN DAS! Herzliche Grüße von Kirsten von der Herzwiese.

  3. Roswitha Schmidt
    3. Januar 2021 / 10:18

    Liebe Kirsten!
    Nehme die Tamoxifen schon fast 5 Jahren bin eigentlich sehr zufrieden ein wenig Gelenksschmerzen nur eines macht mich Kopfzerbrechen kann das sein das nach fast 5 Jahren die Haare ausfallen Muss die Tabletten noch bis März nehmen wird das mit den Haarausfall dann besser oder kann ich jetzt schon aufhören damit

    • Kirsten
      Autor
      4. Januar 2021 / 19:49

      Liebe Roswitha, vielen Dank für deinen netten Kommentar. Erst einmal herzlichen Glückwunsch, dass Du im März die fünf Jahre Tamoxifen geschafft hast. Das ist eine Megaleistung! Der Haarausfall muss nicht vom Tamoxifen kommen. Ist deine Schilddrüse in Ordnung? Und wie sieht es mit den restlichen Blutwerten aus? Ich würde die Werte mal per Blutabnahme überprüfen lassen. Das Tamoxifen würde ich so kurz vor Schluss nicht einfach absetzen. Was Du mal versuchen kannst ist Silizium einzunehmen. Das gibt es z.B. als Silicea Kapseln und Gel in der Apotheke, bei dm und Rossmann. Es dauert allerdings vier bis sechs Wochen, bis sich erste Wirkungen zeigen. Ganz gleich welches Präparat du dazu nehmen solltest, eine Monat musst Du dir immer Zeit geben. Auch spezielle Haarwässer aus der Apotheke können hilfreich sein. Ein Wirkstoff der bei Haarausfall gerne eingesetzt wird ist Minoxidil. Da würde ich mich an deiner Stelle mal beim Dermatologen und /oder Apotheke beraten lassen. Ich wünsche Dir viel Erfolg. Wunderbare Grüße von Kirsten von der Herzwiese.

  4. Angelika
    9. Januar 2021 / 10:17

    Liebe Kirsten
    Ich bin sehr dankbar über diesen Bericht von dir. Deine Erfahrungen ähneln meinem Weg wirklich sehr. Auch ich konnte mich mit OP, Chemo und Bestrahlung ganz gut arrangieren. Geholfen hat mir bestimmt meine durchweg positive Einstellung dazu, gesunde Ernährung und viel Sport (das war aber schon vor der Diagnose so). Sport ist seit vielen Jahren mein Hobby und meine Leidenschaft.
    Es war mir klar, dass nach der Bestrahlung (die endete Anfang Dez.2020) die Hormontherapie mit Tamoxifen folgen würde. Darüber hatte ich mir nie Gedanken gemacht, bis ich den Beipackzettel durchgelesen habe…. da kamen mir auf einmal große Zweifel. Insbesondere wegen den „sehr wahrscheinlichen“ Nebenwirkungen (mehr als 1 Person pro 10 Personen). Die da wären: Wassereinlagerungen, Gelenkschmerzen, Muskelschmerzen, Gewichtszunahme. Die auch genannten Hitzewallungen fand ich da nicht so schlimm. Die anderen 4 genannten Dinge schon…. den genau das ist neben anderen Dingen als Nebenwirkung von der Chemo übrig geblieben. Fand ich auch nicht so tragisch, da mein Onkologe mir sagte, es reguliert sich alles mit der Zeit wieder. Die Vorstellung, dass sich diese Nebenwirkungen (also Gewichtszunahme, Gelenkschmerzen, Muskelschmerzen, Wassereinlagerung) durch Tamoxifen ggf nicht regulieren werden….über 7 Jahre…. machen mich erstmalig seit Beginn der Therapien unsicher. Denn das schränkt mich als ambitionierter Hobbysportler schon mächtig ein. Es entstand dann ebenfalls eine Art Tamoxifen-Blockade (das hast Du gut auf den Punkt gebracht). Ich konnte mich nicht überwinden das Zeug zu nehmen. Mein Onkologe sagte zum Glück, ich soll mir Zeit lassen. Seit dem wäge ich täglich ab, suche im Internet nach der Nadel im Heuhaufen. Immer mit Hoffnung, dass ich etwas oder jemanden finde der mir sagt, man kann auf Tamoxifen verzichten. Bewusst war mir aber die ganze Zeit, dass diese Therapie eine weitere Chance birgt, das Risiko des Rückfalls zu vermindern. Eine Chance, die andere nicht haben….. Jetzt bin ich seit einer Woche in Reha und gestern auf Deinen Bericht gestoßen. Ich konnte mich so gut damit identifizieren und Du hast mir sehr geholfen noch besser zu verstehen. Heute Morgen konnte ich die erste Tablette nehmen. Darauf bin ich stolz. Egal was kommt, ich werde versuchen mich zu arrangieren und Tamoxifen positiv zu sehen, was mir schließlich auch mit den anderen Therapien gelungen ist.
    Nochmal vielen Dank !
    Angelika

    • Kirsten
      Autor
      11. Januar 2021 / 11:29

      Liebe Angelika,
      ganz herzlichen Dank für deinen ausführlichen und bewegenden Kommentar. Beim ersten Lesen kamen mir die Tränen…denn blitzartig habe ich mich an meine Situation erinnert. Mir ging es genauso mit der Nebenwirkungs-Inzidenz mehr als 1 von 10 Personen…Nun ja, frau muss da irgendwie durch. Manchmal nervt es mich, aber die meiste Zeit ist es einfach gut so wie es ist. Ab und an hilft es auch es einfach zu tun und nicht darüber nachzudenken. Was Du auf jeden Fall beibehalten solltest ist der Sport. Ich bin früher viel gejoggt, allerdings ist es mir immer schwer gefallen. Sogar im Köln Marathon war ich mehrmals in einer Staffel dabei. Mittlerweile mache ich anderen Sport, der mir viel mehr Freude bereitet. Heute morgen war ich schon 75 Minuten Nordic Walking. Ohne regelmäßige Bewegung würde ich die Nebenwirkungen des Tamoxifen weitaus deutlicher spüren. Aber so lässt sich damit leben. Dein Anfang ist ja nun auch gemacht – ganz toll. Und genieße die Zeit in der Reha, sie ist ein tolles Geschenk. Ich denke an meine Reha im Allgäu sehr gerne zurück. Ich freue mich, wenn Du mir hier auf der Herzwiese treu bleibst. Es gibt immer wieder etwas zu unserem Thema Brustkrebs. Bleib gesund und guter Dinge. Wunderbare Grüße von Kirsten von der Herzwiese.

  5. silvia striesow
    16. Januar 2021 / 18:28

    Liebe Kirsten,
    erstmal ein Gutes und Gesundes 2021. Meine Nebenwirkungen von 3 Monaten Letrozol waren Kopfschmerzen ,
    Gelenkschmerzen und Schwindel. Dieses alles habe ich bei Tamoxifen nicht gekannt ,nur Hitzewallungen und man ist nicht mehr so belastbar wie vor der Brustkrebsdiagnose. Alles in allem fahre ich jeden Tag 15 km Rad und erfreue mich an jedem neuen Tag . Ich denke nicht mehr soviel über die Diagnose nach, und habe mich damit
    arrangiert. Was bleibt einem übrig muss man wohl auch sagen.Allen Betroffenen kann ich sagen es wird besser mit der Zeit und genießt das neue Leben gerade in der jetzigen Zeit. Nach einer Krebsdiagnose ist das Leben noch kostbarer.
    Liebe Grüsse von Silvia

    • Kirsten
      Autor
      17. Januar 2021 / 13:51

      Liebe Silvia,
      herzlichen Dank für deine aufmunternden Zeilen. Ein Wechsel steht mit in anderthalb Jahren auch bevor. Mittlerweile bin ich da ganz gelassen und sage mir: wenn es nicht gut ist, kann ich zurück zu Tamoxifen. Ich stimme Dir vollkommen zu: das Leben nach einer solch schweren Diagnose ändert sich und Gesundheit ist noch viel wichtiger als es vorher den Anschein machte. Bleib gesund und alles Gute für dich in diesem hoffungsvollen Jahr. Wunderbare Grüße von Kirsten von der Herzwiese.

  6. Heike müller
    24. Januar 2021 / 20:36

    Hallo guten Abend

    Ich bin im Mai 2018 damit konfrontiert worden das meine angebliche Zyste die ich immer wieder meinem Frauenarzt zeigte immer größer wurde und mein Arzt 1 Jahr immer wieder sagte das ist nix ….etwas besseren belehrt wurde als ich mir eine zweitmeinung einholte.der Arzt sofort eine Biopsie machte es ist Krebs mit Lymphknoten Befall mei Tumor cm groß sichtbar von aussen.Dann ging alles ganz schnell ….Erst versucht man brusterhaltend ohne Chance er war einfach zu groß bereits.also Amputation 20 Lymphknoten entnommen .Ich war am Ende meine Ehe ging in der Zeit kaputt aber sie war schon Jahre davor durch die Spielsucht meines ex Mannes stark belastet da ich eine 5 fache Mama bin die immer alles allein stemmen musste.Ich sollte 16 chemos bekommen 30 besterahlungen 10 Jahre tamoxifen. Chemo lehnte ich ab das hätte ich nie geschafft ich leide seit 2002 unter Angstzustände und panikattacken ich hätte es einfach seelisch nicht geschafft. Ich fand eine tollen Onkologen der mit mir da so durch geht ich bin leider überfordert bestrahlt worden ich hatte starke verberennungen so das meine Haut auf dem Brustkorb verklebt ist ich bin heute zu 80 %schwerbehindert .Ich nehme nun über 2 Jahre tamoxifen und finde man kann mit leben es gibt solche und solche tage wie bei den Wechseljahren halt auch .ich habe übelst hüftschmerzen und meine linke brust oder der brustmuskel schmerzt oft sehr aber das ist wohl durch sie schonhaltung weil ich immer in Alarmbereitschaft bin .Ich kann mein Gewicht sehr gut halten da ich ein super tollen Hund bekam der mit fordert ich das joggen so wie biken bis zu 30 km für mich entdeckt habe und mein Ziel es jeden Tag ist dank meiner super Uhr 15.000 Schritte zu gehen.ich bleibe trotz Schmerzen bei tamoxifen es ist mein Leben glg

    • Kirsten
      Autor
      25. Januar 2021 / 09:58

      Liebe Heike, vielen Dank für deinen offenen und ehrlichen Kommentar. Tja, der Krebs verlangt uns allen ganz schön etwas ab. Einen Hund zu haben, ist ein großes Geschenk. Ich musste mich heute vor einer Woche von meinem alten Mädchen schweren Herzens verabschieden. Das ist sehr schmerzhaft. Aber irgendwann kommt ein neuer zu uns nach Hause. Der Sport ist unglaublich wichtig. Er tut dem Körper und der Seele gut. Ich finde es toll, wie Du das alles meisterst. Weiter so und alle Gute. Bleib gesund und guter Dinge. Wunderbare Grüße von Kirsten von der Herzwiese.de

  7. Sandra
    25. Januar 2021 / 11:32

    Liebe Kirsten,
    Liebe Frauen,

    ich bin gerade bei der Suche nach positiven Tamoxifen-Berichten auf diese Seite gestoßen und muss nun über mich etwas schmunzeln. Ich stehe kurz vor der Antihormontherapie (nach OP, Chemo und Bestrahlung) und habe – um Kirstens Worte zu verwenden – die totale Blockade und Angst vor den Tabletten und überlege mir schon die ganze Zeit, wie lange ich das Einnehmen wohl hinausschieben kann. Ich habe mit meiner Gynäkologin auch schon darüber gesprochen und sie konnte mir etwas von der Angst nehmen, aber jetzt, wo ich am Ende der Akuttherapie stehe, kommt die Angst und die Widerspenstigkeit zurück. Ich bin noch nicht einmal die Nebenwirkungen der Chemo los und habe überhaupt keine Lust mehr auf Medikamente und neue Nebenwirkungen. Gewichtzunahme und Depressionen wären bei mir auch zwei völlig unakzeptable Nebenwirkungen, vor denen ich am meisten Angst habe. Ich war immer schlank und sportlich und finde es im Moment bitter, dass aufgrund der Corona-Restriktionen kein Sport möglich ist außer zu Hause im Wohnzimmer. Da hält sich die Motivation und Freude in Grenzen 😉 Schlussendlich werde ich mich bald einmal überwinden müssen, die Pillen zu schlucken. Ich weiß auch, dass Nebenwirkungen auch immer individuell sind. Ich bedanke mich für eure Erfahrungsberichte und schicke euch ein Bravo! für euren Mut.
    Liebe Kirsten – du hast erwähnt, dass es irgendwo einen Link zu speziellen Tipps gibt oder kommt der noch?
    Liebe Grüße
    Sandra

    • Kirsten
      Autor
      25. Januar 2021 / 16:18

      Liebe Sandra, herzlichen Dank für deinen netten Kommentar. Ich kann so gut nachfühlen, was du gerade erlebst, auch wenn ich Gott sei Dank zumindest keine Chemo hatte. Ich kann Dir nur aus eigener Erfahrung bestätigen, dass es seine Zeit braucht und irgendwann ist es dann so, dass Du bereit dafür bist. Ob eine Woche früher oder später, tut nichts zur Sache. Hauptsache ist, dass Du dabei bleibst. Ich nehme sie immer kurz vor dem Schlafen gehen und komme gut damit zurecht. Die Angst vor einer Gewichtszunahme war bei mir auch sehr groß. Ich bin nie ganz schlank gewesen und versuche nun mein Gewicht zumindest zu halten. Abnehmen wird mit den Jahren eindeutig schwieriger, das merke ich nach dreieinhalb Jahren Tamoxifen. Was die Stimmung betrifft ist es ganz wichtig Sport zu machen. Das hilft gegen miese Laune und außerdem ist es ein super Schutz gegen unendlich viele Dinge rund um Brustkrebs. Ich habe dazu einen Beitrag hier auf meiner Seite geschrieben: https://herzwiese.de/sport-und-brustkrebs-wie-wichtig-ist-das/. Ein weiterer Motivationsbeitrag dazu folgt in Kürze. Und die Tipps zu Tamoxifen sind für Mitte Februar geplant, liebe Sandra. Wenn Du meinen Newsletter abonnierst, wirst Du direkt dazu informiert. Er kommt auch nur, wenn es etwas Neues hier auf der Herzwiese gibt. Liebe Sandra: habe Mut, Du schaffst das so wie wir alle hier die schon etwas dazu geschrieben haben. Wunderbare Grüße von Kirsten von der Herzwiese.

      • Heidrun Fahlbusch
        30. Januar 2022 / 10:02

        Ich möchte den Newsletter abonnieren.

        • Kirsten
          Autor
          30. Januar 2022 / 13:46

          Liebe Heidrun, vielen Dank für Dein Interesse an meinem Newsletter. Er erscheint immer dann, wenn es einen neuen Beitrag auf der Herzwiese gibt, etwa ein bis dreimal pro Monat. Du bist nun für den Newsletter angemeldet. Ich wünsche Dir ganz viele gute Tipps und Anregungen mit meinen Beiträgen und Rezepten hier auf meinem Blog. Wunderbare Grüße von Kirsten von der Herzwiese.

  8. Lisette
    28. Januar 2021 / 19:38

    Hi, mag silicea gel in combinatie met tamoxifen?

    • Kirsten
      Autor
      28. Januar 2021 / 19:51

      Liebe Lisette, vielen Dank für deinen Kommentar. So weit mir bekannt ist, spricht nichts dagegen unter Tamoxifen auch mal Silicea Gel einzunehmen. Ich mache das auch hin und wieder als Kur. Bleib gesund und wunderbare Grüße sendet Dir Kirsten von der Herzwiese.

      Beste Lisette, heel erg bedankt voor je reactie. Voor zover ik weet, spreekt niets tegen het gebruik van Silicea Gel onder Tamoxifen. Ik doe dit ook zo nu en dan als kuur. Blijf gezond en stuur u geweldige groeten van Kirsten von der Herzwiese.

  9. Susanne
    28. Januar 2021 / 19:43

    Liebe Kirsten,
    ich stehe gerade vor einem ähnlichem Problem und versuche die Blockade zu lösen. Vor 11 Jahren erkrankte ich das erste Mal an BK. Erst bekam ich Tamoxifen…habe es nicht vertragen, jede Nacht Krämpfe, Muskelschmerzen und nur noch schwitzen. Wechsel zu Exemestan…nicht vertragen, dann Aromasin. Die meisten Beschwerden blieben aber ich fand mich damit ab.
    Nach 5 Jahren war icj so glücklich es Absetzen zu können. Alle sagten immer, dass Bewegung helfen würde, aber ich hatte solche Schmerzen, vor allem auch in den Füßen, dass ich es nur zwischen 6-8000 Schritte.
    Nach dem Absetzen bildete sich einiges zurück, aber sehr vieles blieb. Ich habe Fibromyalgien, Myastenie und Fatique.
    Nun stehe ich zum zweiten Mal vor der Entscheidung. Der erste Gedanke war, als ich hörte, dass ich wieder Krebs habe: „Oh Gott, ich kann das nicht nochmal 5 Jahre durchmachen.“
    Ich muss dazu sageb, dass ich zk den Leuten gehöre, denrn manvanmerkt, wie ed Ihnen geht. Ich bin eine Frohnatur und vieles habe ich einfach weggelacht und die schwarzen Wolken mit Sonne im Herzen vertrieben.
    Aber jetzt, mit dieser Packung Tamoxifen in der Hand, stürzt der ganze schwarze Himmel auf mich nieder und ich weiß nicht wie ich diese Blockade überwinden soll… .
    Vllt.schaffe auch ich es während der Reha.

    • Kirsten
      Autor
      28. Januar 2021 / 19:58

      Liebe Susanne, vielen Dank für deine ehrlichen Zeilen. Ich fühle mit Dir und hoffe sehr, dass Du die erneute Therapie gut überstehen wirst. Es gibt ja im Krankenhaus und in der Reha die Möglichkeit mit einem Psychoonkologen zu sprechen. Vielleicht wäre das eine Möglichkeit die Dir bei deiner Entscheidung hilft? Du hast das schon einmal geschafft, denke da immer dran. Das schaffst Du. Wichtig ist, dass Du dich nicht unter Druck setzt. Kopf und Herz müssen beide Ja sagen. Und wenn Du dazu noch etwas Zeit brauchst, nimm sie dir. Ich habe ja auch einige Wochen gebraucht, wie Du gelesen hast. Probleme mit den Füßen (Fersensporn an beiden Füßen) hatte ich auch ein knappes Jahr. Es ging mit Einlagen dann besser und ich nutze regelmäßig kleine und große Faszienrollen für meinen Körper. Ich sende Dir ganz viel Mut, Kraft und positive Gedanken. Du schaffst das. Bleib tapfer und werde gesund. Wunderbare Grüße von Kirsten von der Herzwiese.

  10. Grit Hungerland
    31. Januar 2021 / 11:46

    Liebe Kirsten von der Herzwiese! Was für ein wundervoller Name! Ich bin soeben auf deine Seite gestoßen. Beim lesen der vielen Beiträge hat man das gute Gefühl nicht allein zu sein mit seiner Problematik. Ich (51) wurde im November 2019 an der rechten Brust operiert. Zufallsbefund bei der ersten Mammo……eigentlich nur Verkalkung…dann hat man sich doch für eine Biopsie entschieden…zum Glück denke ich. Diagnose eigentlich D cys Zellen….also Vorstufe…..
    Wurde zum.glück auch dazu beraten das komplette Brustgewebe sowie Warze entfernen zu lassen und mit Silicon aufzufüllen. Das war die beste Entscheidung. Lymphknoten waren zum.glück nicht befallen so das ich auch keine Chemo oder Bestrahlung brauchte…wirklich großes Glück gehabt denke ich. Sollte dann natürlich auch tamoxifen nehmen 5 Jahre…..am Anfang habe ich sehr sehr zu kämpfen gehabt mich dazu zu überwinden…irgendwann hab ich dann doch damit angefangen….unwahrscheinliche Nebenwirkungen. ….extreme Hitzewallungen…..Gelenkschmerzen….
    ..schleimhautreizungen usw….seit einiger Zeit habe ich auch das Gefühl dass sich das Zeug auf meine Schilddrüse legt…..man fühlt sich eigentlich nie ganz gesund. Ich habe mich jetzt aber damit arrangiert. Jeden Tag frische Luft beim gassigehen macht den Kopf frei und hilft für hute Gedanken! Und danke das ich an deinen / euren Erfahrungen teilhaben darf. Ich werde es 5 Jahre durchziehen…was solls. Mein Gewicht hat sich allerdings sehr verändert. Ganz schlank war ich auch nie aber zugenommen habe ich definitiv….70 kg bei 158 cm Körpergröße. Mein Mann unterstützt mich mental und steht zu mir! Und das ist sehr wichtig. Werfe jetzt aber endlich mal auch versuchen durch einen Ernährungsplan abzunehmen und zucker komplett zu streichen. Wünsche dir/ euch alles gute weiterhin! Geniesst jeden Tag und habt gute Gedanken. Ganz liebe Grüsse von Grit

    • Kirsten
      Autor
      31. Januar 2021 / 18:06

      Liebe Grit,
      vielen Dank für dein Kompliment mit meinem Namen und deinen netten Zeilen. Ich bin mit dem Namen auch ganz glücklich, ist mir damals beim Gassi in den Sinn gekommen. Da kommen einem ja häufig gute Gedanken. Es ist toll, dass dich dein Mann unterstützt. Ein großes Glück. Bei mir kam nach der Primärtherapie der Heiratsantrag. Das war auch ganz wunderbar für mich. Ja, es ist ganz wichtig am Ball zu bleiben. Meine Mutter, die auch Brustkrebs hatte, sagt beim Thema Nebenwirkungen öfter zu mir: „Kind wenn Du das jetzt nicht nehmen müsstest, wäre es vielleicht etwas anderes“. In unserem Alter – auch ich bin 51 Jahre alt – kann es ja schon mal zu irgendwelchen Zipperlein kommen. Wir schaffen das, da bin ich fest von überzeugt. Hast Du deine Schilddrüsenwerte mal überprüfen lassen? Dann hast Du Klarheit. Und auch ich arbeite im Grunde genommen immer wieder an meinen Kilos. Auch das wird mich begleiten, ist halt so. Du machst das prima und alles Gute für Dich. Wunderbare Grüße von Kirsten von der Herzwiese.

  11. Carina
    7. Februar 2021 / 17:14

    Liebe Kirsten,
    eben fand ich Deine Internetseite und bin froh darüber. Ab Mitte nächster Woche soll ich Tamoxifen nehmen, ich habe bis Dienstag noch Bestrahlung. OP eines 1cm großen lobulären Karzinoms (links) war am 22. Dezember. Kein Lymphknotenbefall. Keine Chemo. 3 verschiedene Ärzte sagten mir 2 Jahre lang, es ist ein Fibroadenom. Ich wollte dann eine Biopsie, zum Glück hab ich sie machen lassen. Tumor war sehr langsam wachsend. Es war alles ein Schock. Auch, wenn viele immer sagen, es ist Glück im Unglück, naja, es ist trotzdem Krebs gewesen und hat mich aus der Bahn geworfen. Und nun steht mir Tamoxifen bevor. Ich grusel mich schon etwas, werde es aber versuchen. Was mir am meisten Angst macht, ist, daß man ein höheres Risiko für Gebärmutterkrebs hat. Ich hoffe, daß alles gut geht. Ich bin sehr schlank, mache Sport, nehme Vitamin D und versuche, viel Gemüse und Obst zu essen. Ich habe gehört, man könne bei Tamoxifen Nebenwirkungen auch Equinovo versuchen. Hast Du davon schon mal etwas gehört? Viele Grüsse von Carina

    • Kirsten
      Autor
      7. Februar 2021 / 21:59

      Liebe Carina,
      ich freue mich, dass Dir mein Beitrag zu Tamoxifen gefällt. Ganz gleich ob mit oder ohne Chemo und all den Dingen, die da dranhängen: es ist und bleibt Krebs. Und ich kenne das sehr gut. Meine Frauenärztin sagte mir dazu: „Die Ängste sind ja im Grunde genommen bei jedem Schweregrad gleich“ und damit hat sie Recht. Was das Risiko für Gebärmutterhalskrebs betrifft kann ich Dir empfehlen dies bei deiner Gynäkologin anzusprechen, damit dies im Rahmen der Vorsorge regelmäßig mit untersucht wird. Sonst hört sich das mit Sport und Vitamin D, Obst und Gemüse und deinem Gewicht doch prima an. Equinovo habe ich mindestens ein halbes Jahr, direkt zu Beginn der Tamoxifen Therapie genommen. Es hat ehrlich gesagt bei mir nichts gebracht. Allerdings muss ich dazu sagen, dass sich Nebenwirkungen durchs Tamoxifen zu Beginn sehr sehr langsam bemerkbar gemacht haben. Erst nach etwas einem Jahr kamen bei mir ziemliche Gelenkprobleme. Heute bekomme ich das mit regelmäßigem Sport ganz gut in den Griff. Auß0erdem hatte ich auch noch eine ziemlich ausgeprägte Endometriose, die im Herbst entfernt wurde. Seitdem fühle ich mich insgesamt viel besser und die Gelenkprobleme sind deutlich weniger geworden. Was ich anstelle von Equinovo mache ist, täglich Vitamin D und Selen einzunehmen. Meine Spiegel dazu lasse ich einmal jährlich überprüfen. Ist allerdings eine Igel-Leistung, aber das ist es mir wert. Im Equinovo steckt ja zusätzlich Lektin aus Linsen. Die esse ich dann eher häufig, z.B. als rote oder schwarze Linsen. Hinzu kommt, dass das Equinovo ja auch ziemlich teuer ist. Also mein Tipp: Gehe es entspannt und langsam mit dem Tamoxifen an und probiere es erst einmal ohne Equinovo. Und versuch Tamoxifen als einen echten Krebsschutz anzusehen. Denn wenn Kopf und Herz im Einklang sind, ist es besser. Ich bin sicher dass Du das schaffen wirst. Ich bin nun schon 3,5 Jahre dabei und lebe gut damit. Alles Gute, bleib gesund und guter Dinge. Wunderbare Grüße von Kirsten von der Herzwiese.

      • Carina
        10. Februar 2021 / 10:22

        Liebe Kirsten,
        hab vielen Dank für deine netten Worte! Das hilft mir sehr. Ja, ich werde es erstmal ohne Equinovo versuchen. Genau, Selen nehme ich ja auch noch. Werde auf jeden Fall Vitamin D und Selen im Blut prüfen lassen. Viele liebe Grüße

        • Kirsten
          Autor
          10. Februar 2021 / 10:34

          Liebe Carina, sehr gerne. Mein Check-up dazu steht auch Anfang März an. Dies macht Sinn, denn sonst nimmt man irgendwas und weiß gar nicht ob es tatsächlich nötig ist. Alles Gute für Dich. Und ich freue mich sehr, wenn Du öfter hier auf meiner Seite vorbei schaust. Es wird regelmäßig neue Tipps, Rezepte und Beiträge von mir geben. Wunderbare Grüße von Kirsten von der Herzwiese.

  12. Anne
    15. Februar 2021 / 17:46

    Liebe Kirsten,
    herzlichen Dank für deine Internetseite mit den vielen guten und wertvollen Tipps.
    Ich bin sozusagen „Wiederholungstäter“ und sollte eigentlich ab letzter Woche, d.h. eine Woche nach meiner OP mit Tamoxifen beginnen. Da ich nach der OP Probleme mit meiner Sehkraft bekam, möchte ich mich zuerst augenärztlich untersuchen lassen. Dieser Termin ist leider erst in der 8.KW.
    Allerdings habe ich ehrlicherweise eine totale Abneigung gegen Tamoxifen. In jungen Jahren wurde ich aufgrund ausgeprägter Endometriose zweimal mit GnRH Analoga therapiert… es war eine schreckliche Zeit.. ich hätte pausenlos heulen können. Jetzt bin ich in den Wechseljahren und habe im Grunde keine Probleme, außer häufige Gelenk- und Kopfschmerzen.

    Manche „Außenstehende“ berichten, dass Tamoxifen und Aromatase-Hemmer ihre betroffenen Angehörigen haben O-Ton „echt alt“ aussehen lassen. Es ist schon gemein Schwerkrankte so kritisch zu betrachten, aber ich fürchte so ist leider die Realität. Auch ich habe während meiner Krebskarriere oft gehört „man sieht ja nichts“. Mir ging es oft nicht gut, habe meinen Körper trotzdem gut behandelt und sehr auf gute Ernährung und Lebensweise geachtet (hat ja leider nix genutzt). Hast Du an Dir Haut- und Bindegewebeveränderungen durch Tamoxifen bemerkt?

    Darf ich fragen welchen Hersteller von Tamoxifen Du gut vertragen kannst oder was Du von anderen Frauen darüber weißt?

    Über deine Rückmeldung würde ich mich sehr freuen.

    • Kirsten
      Autor
      16. Februar 2021 / 08:47

      Liebe Anne, vielen Dank für deinen interessanten Kommentar. Ich kann deine Bedenken auf Grund deiner Endometriose-Vorgeschichte sehr gut verstehen. Aber wenn ich in deiner Situation wäre, würde ich mir sagen, dass es damals eine andere Situation war und wohl nicht vergleichbar mit der aktuellen ist. Aber es sind ganz normale Ängste und Bedenken, die uns in solchen Fällen in den Kopf kommen. Wie wäre es das Thema in deinem Brustzentrum oder mit deiner Gynäkologin/Gynäkologen anzusprechen? Das hilft häufig auch schon weiter. Zwecks der Augen würde ich auch erst die Untersuchung abwarten. Ich gehe, seit ich Tamoxifen einnehme, auch einmal im Jahr zur Kontrolle, sicher ist sicher. Es ist alles im Lot, bis auf die übliche Alterskurzsichtigkeit, die ja fast jeder hat. Ich nehme seit der ersten Einnahme das Tamoxifen von Aliud Pharma und komme damit gut klar. Es gab letztes Jahr Lieferschwierigkeiten bei diesem Tamoxifen. Ich habe sämtliche Apotheken abtelefoniert und es noch bekommen. Mein Tipp: Wenn Du die erste Packung gut vertragen hast, lass Dir ab dann beim Arzt ein Kreuz auf dein Tamoxifen Rezept machen. Dann ist für den Apotheker klar ersichtlich, dass es immer von einer Firma sein soll und nicht das was gerade vorrätig ist. Ich habe schon öfter in Foren gelesen und von Frauen aus meiner Reha-Zeit gehört, dass manche das eine Präparat besser vertragen, als das andere. Und solche Versuche will ich gar nicht erst anfangen. Ich wünsche Dir nun alles Gute für deinen Weg. Besuche mich gerne wieder hier auf meinem Blog. Es gibt regelmäßig neue Beiträge mit meinen Tipps. Wunderbare Grüße von Kirsten von der Herzwiese.

      • Anne
        16. Februar 2021 / 11:36

        Liebe Kirsten,
        herzlichen Dank für deine schnelle ausführliche Rückmeldung und den guten Tipps.
        Heute habe ich wieder starke Kopfschmerzen und versuche jetzt mit dem homöpatischen Mittel „Neodolor“ mein Glück.
        Sehr gerne besuche ich regelmäßig deine Herzwiese, denn das gibt mir Sicherheit sowie ein gutes Gefühl.
        Liebe Grüße
        Anne

        • Kirsten
          Autor
          16. Februar 2021 / 14:27

          Liebe Anne, es freut mich sehr, dass Dir meine Beiträge und Zeilen ein gutes Gefühl geben. Ich gebe mein Bestes und informiere mich bei seriösen Quellen. So dass meine Tipps fundiert sind. Und da habe ich in punkto Kopfschmerzen direkt etwas für Dich: Trinkst Du genug Wasser und Tee täglich? Ein Flüssigkeitsdefizit geht sehr häufig mit Kopfschmerzen einher. Dazu gibt es in Kürze hier auf meiner Seite auch einen Beitrag mit Tipps wie Du es schaffst genug zu trinken. Wunderbare Grüße von Kirsten von der Herzwiese.

  13. Alexandra
    22. Februar 2021 / 19:00

    Liebe Kirsten,
    nach meiner Brust-OP und Abschluss meiner Chemotherapie hat mir meine Onkologin nun das Rezept für Tamoxifen in die Hand gedrückt. Ich soll es für mindestens 7 Jahre nehmen.

    Ich muss nun nächste Woche die Strahlentherapie beginnen. Laut Onkologen und Strahlentherapeuten sollte ich ruhig jetzt schon mit der Einnahme beginnen.
    So wie alle tollen Frauen hier, habe ich eine Blockade und sperre mich innerlich sehr. Mit meiner Gynäkologin hatte ich dann abgesprochen, dass ich erst nach Ende der Bestrahlung damit anfange.

    Meine Angst ist es, dass dieses Medikament mich in meinem normalen Tun und Alltag einschränkt. Schon jetzt nach der Chemotherapie schmerzen meine Gelenke und Muskeln sehr und ich wache jede Nacht dadurch auf. Ich gehe jeden Tag mit unserem Hund raus und bin in Bewegung.
    Ich war auf der Suche nach positiven Berichten im Internet. Die gibt es leider nicht. Aber auf deiner Seite habe ich Deine aufmunternden Worte und die vielen Berichte so vieler Frauen gelesen und bemerkt, dass man damit nicht alleine ist und auch diese Hürde meistern wird. Vielen Dank dafür.
    Ich lege noch ganz viel Hoffnung in die Reha und werde mich mit den körperlichen Umstellungen durch Tamoxifen hoffentlich arrangieren.
    Liebe Grüße
    Alexandra

    • Kirsten
      Autor
      22. Februar 2021 / 20:08

      Liebe Alexandra, wie schön dass Dir meine Worte Mut gemacht haben und auch die all der Frauen, die hier schon geschrieben haben. Ich sage Dir jetzt mal etwas Positives zu Tamoxifen: Es ist unsere lebenswichtige Hilfe, damit kein neuer Krebs kommt. Natürlich ist Niemand vor einem Rezidiv gefeit. Doch Tamoxifen würde nicht verordnet, wenn es nichts helfen würde. Du bist ja an einem ähnlichen Punkt wie ich vor dreieinhalb Jahren: ich sollte im Anschluss an die Bestrahlung damit beginnen. Und wie Du gelesen hast, konnte ich das auch nicht. Deshalb lass Dir etwas Zeit, bis Kopf und Herz gemeinsam dazu bereit sind. Das war auch das Credo meiner Ärzte. Und nun nehme die Pille jeden Abend vor dem Schlafengehen. Ich drücke Dir die Daumen und genieße deine Reha. Es ist ein tolles Geschenk, dass wir dies nach einer so schweren Zeit in Anspruch nehmen können. Das wird dir bestimmt gut tun. Wunderbare Grüße von Kirsten von der Herzwiese.

  14. Karlotta
    2. März 2021 / 09:47

    Liebe Kirsten,
    Ende März 2017 hat sich für mich mein Leben gravierend geändert.
    Nachdem erst alles so gut aussah, änderte es sich scheibenweise.
    2x Op brusterhaltend nach einem Endopredikttest dann doch eine harte Chemo, die zwischenzeitlich umgestellt werden musste, da es mir nicht so gut ging.
    Nachdem ich 30 Bestrahlung hinter mich gebracht habe bin ich für 3 Wochen auf Föhr in der Reha gewesen, und habe dort mit Tamoxifen angefangen.
    2018 war ich nochmal für 4 Wochen in Scheidegg, hier wurde mit aber nur klar wie unfit ich bin.
    Im 1ten Jahr nach Chemo habe ich mich noch fit und gesund gefühlt aber inzwischen habe ich 15 kg zugenommen und könnte echt nur noch jammern.
    Ich weiß ja das es schon ein Kreislauf ist…… aber ich komme nicht mehr raus. Ich habe so Knochenschmerzen (Knie, Rücken,Füße) und dann dieses Schwitzen…….. es raubt mir den Verstand.
    Ich gehe spazieren, wandern, und das Fahhradfahren fange ich auch gerade wieder an aber es fällt mir doch echt schwer sobald es anstrengend wird.
    Alles in allem ist für mich die Tamoxifen meine Hasstablette und ich weiß echt nicht wie lange ich die noch nehmen werde.
    Es fühlt sich gerade nicht mehr nach Leben an.
    Ich bin 53 geworden, und habe eigentlich eine andere Vorstellung alt zu werden.
    Lieben Gruß

    • Kirsten
      Autor
      2. März 2021 / 20:01

      Liebe Karlotta, Du kannst sehr stolz auf Dich sein. Stolz darauf, dass du die ganze Primärtherapie geschafft hast und stolz darauf, dass Du nun schon einige Zeit Tamoxifen nimmst. Und glaube mir, es ist für so gut wie jede Frau mit Ups and Downs verbunden. Kommende Woche gibt es dazu hier auf der Herzweise auch einen neuen Beitrag von mir. Ich kenne das mit den starken Schmerzen in sämtlichen Gelenken. Ich habe das mittlerweile gut mit regelmäßiger Bewegung in den Griff bekommen. Ich weiß das klingt blöd, anstrengend und lästig. Aber es ist einer der wenigen Wege, das Leben mit Tamoxifen erträglich zu machen. Ich habe teilweise gedacht: Wann bin ich wieder beweglicher und habe weniger Schmerzen. Es hat fast ein Jahr gedauert, bis sich mein Körper auf das Plus an Bewegung (ich mache jeden 2. Tag Sport) gewöhnt hat. Mittlerweile fühle ich mich so gut damit, dass ich gar nicht mehr ohne Sport sein möchte. Da das sehr wichtig ist, kannst Du ja mal meine Beiträge zu Sport und Brustkrebs und Sport im Homeoffice hier auf der Herzwiese lesen. Vielleicht motiviert Dich das. Und auch das Schwitzen entwickelt sich durch Bewegung auf ein einigermaßen erträgliches Maß. Wichtig ist auch, dass Du dich nicht als Opfer des Brustkrebs siehst, sondern versuchst positiver zu denken. Denn negative Gedanken ziehen dich nur noch mehr runter und tun dir nicht gut. Gib nicht auf und gib Dir eine Chance. Überlege mal wie Du mit regelmäßigem Sport und bewusstem Essen starten kannst. Was eine gute Sache ist, wäre Intervallfasten: also 16 Stunden Esspause und acht Stunden in denen es etwas zum Essen gibt. Und das zum Beispiel an vier bis fünf Tagen in der Woche. Ich mache das auch öfter, denn ich muss auch sehr genau auf mein Gewicht achten. Das war aber bei mir vor Tamoxifen auch schon so, ist halt jetzt noch etwas aufwendiger geworden. Aber so ist das nun mal. Tief durchatmen und fröhlich weitermachen. Es reicht am Anfang lediglich zehn Minuten etwas zu machen. Und das kannst Du dann Monat für Monat etwas steigern. Es wird dir bestimmt gut tun. Denn eins ist klar: Wenn Du unter Tamoxifen und auch ohne Tamoxifen in den Wechseljahren nach einer Brustkrebs-Erkrankung gut leben möchtest, macht es Sinn aktiv zu werden. Ich wünsche Dir ganz viel Erfolg – halte durch. DU SCHAFFST DAS! So wie ich auch und alle anderen, die hier schon geschrieben haben. Wunderbare Grüße von Kirsten von der Herzwiese.

  15. Daniela Gandl
    20. März 2021 / 19:50

    Liebe Kirsten,
    auch ich möchte hier kurz meine Geschichte erzählen:
    2014 bekam ich das erste Mal die Diagnose Brustkrebs mit 41. Nach brusterhaltender OP und Bestrahlung sollte ich auch Tamoxifen nehmen. Habe mich damals dagegen entschieden. Letztes Jahr im März wurde ein Rezidiv festgestellt. Dieses mal konnte nicht mehr brusterhaltend operiert werden. Glücklicherweise hatte ich keine Metastasen und die Lymphknoten waren auch nicht befallen. Nun war klar, die Antihormontherapie musste gemacht werden. Habe also auch mit Tamoxifen angefangen und hatte dann leider das Hyperstimulationssyndrom. Meine Eierstöcke haben also erst recht Östrogene produziert. Jetzt bekomme ich zusätzlich zum TAM noch Zoladex Spritzen, die natürlich auch Nebenwirkungen haben. Ich spüre diese Nebenwirkungen täglich und sie nerven mich! Aber sie halten sich auch in Grenzen. Meine Ärztin sagt: die Antihormonbehandlung ist meine Lebensversicherung. Und so sehe ich das inzwischen auch.
    Ich kann nur an alle Frauen appellieren, diese Tabletten zu nehmen. Sie sind ein Schutz vor einem Rückfall.
    Gegen die Nebenwirkungen mache ich Sport und Yoga, gesunde Ernährung ist auch wichtig. Ich nehme noch Vitamin D, Selen und etwas für die Psyche. So bin ich einigermaßen stabil und kann auch wieder arbeiten.
    Es ist schön über die Erfahrungen anderer zu lesen. Denn mit diesem Thema ist „Frau“ wirklich nicht alleine.
    Danke für die „Herzwiese“.
    liebe Grüße
    Daniela

    • Kirsten
      Autor
      21. März 2021 / 17:31

      Liebe Daniela, herzlichen Dank für deine Geschichte. Und toll, dass Du an alle Frauen appellierst, Tamoxifen zu nehmen. Dem kann ich nur zustimmen. Ich betrachte es auch als meine Lebensversicherung. Es ist schön zu lesen, dass Du auf einem guten Weg bist. Vitamin D und Selen nehme ich auch und lasse meine Werte einmal jährlich dazu prüfen, damit ich weiß wo ich da stehe. Eine Frage zu deinen Eierstöcken – warum werden Sie nicht entfernt? Meine sind im Herbst vergangenen Jahres entfernt worden, da ich durchs Tamoxifen Zysten bekommen habe und die über mehr als ein Jahr nicht verschwanden. Nun ist das Thema durch und ich bin mental beruhigter. Auf bald wieder hier auf meiner Herzwiese. Bleib gesund und pass auf Dich auf. Wunderbare Grüße von Kirsten von der Herzwiese.

      • Daniela
        22. März 2021 / 07:28

        Hallo Kirsten,
        zu deiner Frage, wegen der Entfernung der Eierstöcke. Das wäre eine Option gewesen. Ich wollte das aber nicht. Ich wurde letztes Jahr zweimal innerhalb drei Wochen operiert. Ich kann kein Krankenhaus mehr sehen. Das Zoladex muss ich nicht so lange bekommen. Das muss man ausprobieren, d. h. nach ein paar Monaten oder einem Jahr mal absetzen und schauen, wie sich die Hormone verhalten. Bleiben sie niedrig, kann man das Zoladex wieder weg lassen. Mit Zysten hatte ich bisher keine Probleme.
        viele Grüße
        Daniela

        • Kirsten
          Autor
          22. März 2021 / 08:25

          Liebe Daniela, das kann ich gut verstehen mit dem Krankenhaus. Ich sage immer: am besten gehe ich ins Krankenhaus zur Fortbildung oder um Jemand genesen abzuholen. Wenn das Zoladex nicht auf Dauer dazugehören muss, ist das ja eine gute Sache. Ich freue mich, wenn Du wieder hier vorbei schaust. Bleib gesund und guter Dinge. Wunderbare Grüße von Kirsten von der Herzwiese.

      • Sofia
        3. Januar 2024 / 13:22

        Guten Tag und ein besseres, gesundes und fröhliches Jahr 2024 an alle Mädels, die hier lesen und schreiben!️
        Ich habe die Diagnose im März 2023 bekommen und noch vor der OP nach Empfehlung meiner damaligen Gynäkologin angefangen Tamoxifen zu nehmen.
        Wegen meiner Depression nehme ich seit Jahren Elontril, welches laut Beipackzettel von Tamoxifen problematisch angesehen wird wegen der Wechselwirkungen.
        Ich habe mehrere Ärzte und auch bei Krebshilfe nachgefragt wie ich damit umgehen soll weil ich Elontril nicht absetzen kann. Leider könnte mir keinen Arzt eine deutliche Empfehlung diesbezüglich geben.
        Da ich mit Tamoxifen sehr starke Hitzewallungen und Gelenkschmerzen bekommen habe, habe ich die Entscheidung getroffen Tamo jetzt abwechselnd mit Elontril jeden 2-ten Tag zu nehmen. Und es ist etwas besser geworden, aber ich habe nach ca. 6 Monaten, im August, eine starke Blutung bekommen, die allerdings nach 3 Tagen schon vorbei war. Seit dem ist Ruhe mit den Blutungen. Ich habe fast 4 Kilo zugenommen, obwohl ich regelmäßig Sport mache und mich bewusst ernähre.
        Meine Frage: hat jemand eine Erfahrung mit jeden zweiten Tag Tamoxi – Annahme gemacht? Ich habe eine kleine Studie gefunden, wo beschrieben wird, dass die Dosierung mit 1/2 Dosis fast die gleiche Ergebnisse in der Frage der Prävention macht… Weiß jemand vielleicht was davon?
        Herzliche Grüße
        Sofia

        • Kirsten
          Autor
          10. Januar 2024 / 20:56

          Liebe Sofia, ich wünsche Dir ein gutes neues Jahr und dass Du in diesem Jahr gut mit deiner Medikamenten-Therapie zurechtkommst. Ich selbst habe keine Erfahrung damit, Tamoxifen nur jeden zweiten Tag zu nehmen. Falls sich hier auf meiner Herzwiese Jemand dazu meldet, werde ich dich selbstverständlich informieren. Ich freue mich dennoch, wenn ich Dir mit meinen Tipps und Ratschlägen hier auf der Herzwiese weiterhelfen und Dir Mut machen kann. Alles Gute für Dich und bis hoffentlich bald mal wieder hier auf meiner Herzwiese. Wunderbare Grüße von Kirsten von der Herzwiese.

    • Öfsche
      26. März 2021 / 16:20

      Hallo Daniela,
      was nimmst du denn für die Psyche?
      Habe auch Probleme damit (aber erst seit ich Aromatasehemmer nehmen muss)

      • Kirsten
        Autor
        26. März 2021 / 19:06

        Liebe Leserin, vielen Dank für deine Frage. Ich habe diese Daniela gestellt. Sobald ich eine Antwort dazu bekomme, melde ich mich hier. Erst einmal möchte ich Dir sagen: halte durch. Auch wenn es oft nervig und nicht einfach ist – du schaffst das ganz bestimmt. Wunderbare Grüße von Kirsten von der Herzwiese.

        • Kirsten
          Autor
          30. März 2021 / 12:31

          Liebe Leserin, Daniela hat nun auf deine Frage zwecks dem Präparat für ihre Psyche geantwortet. Du findest Ihre Antwort dazu hier auf der Seite in ihren Kommentaren. Wichtig wäre aber, dass Du das Thema mit deinem behandelnden Arzt oder Ärztin besprichst, bevor Du etwas einnimmst. Wunderbare Grüße von Kirsten von der Herzwiese.

    • Kirsten
      Autor
      26. März 2021 / 19:04

      Liebe Daniela, eine Leserin fragt was Du für die Psyche nimmst. Sie hat damit auch zu tun. Vielen Dank für deine Antwort und wunderbare Grüße von Kirsten von der Herzwiese.

  16. Sabine Schmidt
    27. März 2021 / 17:32

    Liebe Kirsten, ich bin am letzten Mittwoch nach Brustkrebsoperation (DCIS) aus dem Krankenhaus entlassen worden. Meine Frauenärztin hat mich schon am Nachmittag angerufen und gesagt, sie habe für mich ein Tamoxifenrezept fertig gemacht, das ich gleich morgen abholen solle, weil sie danach Urlaub habe. Ich habe Tamoxifen sofort genommen. Jetzt habe ich im Internet gelesen, dass es mit Tamoxifen erst nach der Bestrahlung losgeht. Die Bestrahlung beginnt bei mir frühestens am 15. April. Jetzt bin ich verunsichert, ob es richtig war, sofort mit Tamoxifen loszulegen. Kannst Du mir aus Deiner Erfahrung etwas zu dem Thema sagen?
    Lieber Gruß, Sabine

    • Kirsten
      Autor
      28. März 2021 / 13:29

      Liebe Sabine,
      erst einmal herzlichen Glückwunsch, dass Du die OP schon mal hinter dich gebracht hast. Bei mir war es so, dass ich direkt im Anschluss an die Bestrahlung mit Tamoxifen starten sollte, was ich ja nicht konnte wegen meiner Tamoxifen-Blockade. Als ich nach der Bestrahlung in der Reha war, traf ich dort einige Frauen, die bereits während der Bestrahlung Tamoxifen eingenommen haben. Meines Wissens nach hat das Eine ja nicht unmittelbar etwas mit dem Anderen zu tun. Ich kann dir dazu aber auch die Hotline vom Deutschen Krebsinformationsdienst empfehlen. Dort kannst Du auch noch mal nachragen und Mediziner geben Antwort. Die Telefonnummer lautet: 0800 – 420 30 40. Ich rufe da auch öfter an, wenn ich eine Fachfrage habe. Ich hoffe ich konnte Dir weiterhelfen. Alles Gute und bis bald hier auf meinem Blog. Wunderbare Grüße von Kirsten von der Herzwiese.

  17. Sabine Schmidt
    29. März 2021 / 19:10

    Liebe Kirsten,
    vielen Dank für Deine Antwort und Deine guten Wünsche. Ich habe zwischenzeitlich eine Mail an den Arzt, der mich operiert hat, geschrieben und weiß jetzt, dass es reicht, wenn ich erst nach der Bestrahlung mit Tamoxifen loslege.
    Ganz lieber Gruß und bis bald auf Deiner tollen Herzwiese,
    Sabine

    • Kirsten
      Autor
      30. März 2021 / 08:41

      Liebe Sabine, na siehst Du: es fügt sich alles. Was ich Dir zur Bestrahlung noch empfehlen kann ist Thermalwasser aus der Apotheke. Das habe ich täglich auf die Brust gesprüht und es hat geholfen, dass die Verbrennungen nicht ganz so stark waren. Denn die Haut wird von Tag zu Tag dunkler, trockner und die Haut spannt. Die Markierungen haben darunter nicht gelitten. Alles Gute für Dich und ich freue mich sehr, dass Dir meine Seite gefällt. Wunderbare Grüße von Kirsten von der Herzwiese.

  18. Daniela G.
    30. März 2021 / 11:59

    Hallo Kirsten,
    für die Psyche nehme ich seit über sechs Jahren Johanniskraut, 900 mg (LAIF 900). Ich versuche, im Sommer auf 600 mg zu reduzieren, da das Johanniskraut doch sehr sonnenempfindlich macht und ich das auch merke.
    Mit dem LAIF 900 bin ich stabil. Tamoxifen zusammen mit Johanniskraut zu nehmen, ist aber leider auch wieder so ein Thema. Mein Frauenarzt sagt, es ist in Ordnung. Meine andere Ärztin meint, es wäre nicht so ideal, weil das Johanniskraut die Wirkung des Tamoxifen beeinflussen könnte. Im Beipackzettel ist es allerdings nicht erwähnt. Das verunsichert mich natürlich. Habe aber zusammen mit meinem Gynäkologen beschlossen, es weiter zu nehmen, das es bei mir gut wirkt und ich stabil bin. Bei einem Präparatwechsel kommt es vielleicht wieder zu Problemen. Ich möchte auch kein chemisches Antidepressivum nehmen. Das hätte ja auch wieder mehr Nebenwirkungen….
    Es ist schon alles nicht so einfach. Man braucht wirklich Disziplin und Durchhaltevermögen und muss den für sich richtigen Weg finden. Ich muss jetzt schauen, wieder regelmäßiger Sport zu treiben. Das hilft auch sehr gegen Stimmungsschwankungen.
    Ich hoffe, ich konnte helfen.
    Liebe Grüße von Daniela

    • Kirsten
      Autor
      30. März 2021 / 12:29

      Liebe Daniela, vielen Dank für deine Antwort. Ich werde die Leserin /Interessentin dazu informieren. Ich denke Sport ist immer eine gute Sache und tut insgesamt gut. Ein richtiger Weg dies mit einzubeziehen. Bleib guter Dinge und genieße die schönen Sonnentage. Wunderbare Grüße von Kirsten von der Herzwiese.

  19. PETRA
    4. April 2021 / 09:41

    Hallo liebe Kirsten ,
    Durch Zufall bin ich auf Deine Seite gestossen,auch ich würde von 100 auf 0 an die Wand gefahren, Diagnose am 20.11.20 danach ging es Schlag auf Schlag: Beidseits BrustTotalAmputationam 5.1.21,Bestrahlungen enden am 8.4. Danach soll ich mit Tamoxifen starten…..schon allein wenn ich das Wort in den Mund nehme bekomme ich Brechreiz…Meine Reha startet am 19.5. Ich habe mich für Scheidegg entschieden ich freue mich darauf da ich von dieser Klinik viel gutes gelesen habe….warte ich noch solange mit den Tamoxifen???!!! Ich bin so unschlüssig…..am 20.4.bin ich nochmal bei meiner Frauenärztin.
    Viele liebe Grüsse und schön dass es Dich gibt und ich Dich “entdeckt“ habe herzlichst Petra

    • Kirsten
      Autor
      5. April 2021 / 15:25

      Liebe Petra, ganz lieben Dank für deinen Kommentar. Ich kann dich so gut verstehen, hatte ja auch unglaublich viele Bedenken zum Tamoxifen. Nun nehme ich sie dreieinhalb Jahre und soll nun auf Aromatasehemmer umstellen. Und siehe da – mein Grübeln geht erneut los. Ich war übrigens auch in Scheidegg und denke immer noch sehr gerne an die Zeit dort zurück. Es waren tolle Wochen und danach war ich auch körperlich weitaus fitter, als zuvor. Am vorletzten Tag, bevor es wieder nach Hause ging, habe ich in Scheidegg mit Tamoxifen begonnen. Deshalb kann ich Dir nur raten: lass Dir und deiner Seele etwas Zeit und es kommt der Punkt an dem Du bereit dazu bist. Ich habe das auch so gemacht und bin ja aktuell in einer ähnlichen Situation und habe mir auch Bedenkzeit erbeten. Ich freue mich, wenn Du mir als Leserin treu bleibst. Berichte gerne mal wie es bei Dir weitergeht. Du schaffst das mit Zeit und Ruhe. Wunderbare Grüße von Kirsten von der Herzwiese.

      • Petra
        3. Juni 2021 / 20:21

        Hallo liebe Kirsten ,so nun bin ich schon die dritte Woche in Scheidegg und muss sagen es gibt mir ganz viel , denn die Therapeuten hier sind exzellent, nun habe ich mit den Tamoxifen begonnen und damit haben aber auch die Hitzewallungen angefangen,mehr als 15 Wellen täglich ,dass bringt mich um den Verstand, abgesehen davon habe ich schon 3 kg zugenommen,was aber auch an dem schrecklich ungesundem Essen hier liegen kann ,sowas in einer Reha für Krebs-Patienten ist unmöglich.Mit dieser Meinung steh ich nicht alleine da,es gibt hier viele Mitpatientinnen die schon zum 2.bzw 3. Mal hier sind und sagen vor Jahren war das Essen um Welten besser.Ich werde nun die dritte und vierte Woche für mich entscheiden was ich esse und wenn es nur Quark und Allgäuer Käse ist !!!! in diesem Sinn pass gut auf dich auf Kirsten ich melde mich wieder

        • Kirsten
          Autor
          7. Juni 2021 / 12:45

          Liebe Petra, vielen lieben Dank für deinen Scheidegg-Bericht. Als ich vor vier Jahren dort war, war das Essen okay. Es war nicht überragend, aber es ging. Da ich selbst ja sehr gut kochen kann, fand ich damals schon, dass es teils zu fett und ungesund war. Du kannst doch mal mit einer der Diätassistentinnen vor Ort sprechen. Vielleicht hilft das etwas. Aber insgesamt fand ich Scheidegg super. Es hat mir auch sehr gut getan. Was deine Hitze angeht, liegt es vielleicht auch ein bisschen am Wetter? Oder kam es direkt nach dem Tamoxifen? Ich nehme seit einigen Monaten Serelys. Das sind Blütenpollenextrakte, die gegen Hitzewallungen helfen sollen. Und sie sind kompatibel mit Tamoxifen. Einen Versuch wäre es wert, wenn es bei Dir nicht besser wird. Aktuell habe ich damit aber auch verstärkt zu tun, insbesondere Nachts. Ich denke schon, dass das Wetter sein nötiges dazu tut. Heute gibt es bei mir meine letzte Tamoxifen, da ich auf Aromatasehemmer umstellen soll. Aber ich gönne mir dann mal einen Monat Pause, bevor ich beginne. Ich will einfach sehen, wie ich mich dann so fühle. Hab noch eine gute Zeit in Scheidegg. Wunderbare Grüße von Kirsten von der Herzwiese.

  20. Hedie
    9. Mai 2021 / 15:34

    Hallo
    Ich nehme Tamoxifen nun seit 6 Monaten und habe seit dem bestimmt 6 Kilo zugenommen ☹️
    Wird es mit Jahre besser o.

    • Kirsten
      Autor
      10. Mai 2021 / 08:35

      Liebe Hedie, vielen Dank für Deinen Kommentar. Und gib den Mut nicht auf. Ich muss Zeit meines Lebens auf mein Gewicht achten, wie 80 bis 90 Prozent der Frauen, auch die die schlank sind. Mit zunehmendem Alter wird es leider nicht leichter, sondern Frau muss mehr dafür tun. So geht es mir auch. Wie sieht es denn bei Dir mit Sport aus? Ohne Bewegung wird es auf Dauer schwer möglich sein, das Gewicht zu halten, bzw. etwas zu senken. Durch die Wechseljahre, in die man mit der Zeit (also nicht von Jetzt auf Gleich) durchs Tamoxifen kommt, verringert sich der Grundumsatz um etwa 300 bis 400 Kalorien täglich. Das heißt also, dass es Sinn macht diese einzusparen und/oder einen Teil durch Sport zu verbrauchen. Es macht auch Sinn mal ein Ernährungstagebuch zu führen. Hier solltest Du alles aufschreiben was Du isst und trinkst und auch berücksichtigen dass Essenpausen sehr wichtig sind. Gute Erfahrungen habe ich mit Intervallfasten gemacht, also 8 Stunden Zeit zum Essen, 16 Stunden Essenspause, also z.B. von 18 Uhr bis 10 Uhr am nächsten Morgen. Ich wünsche Dir ganz viel Durchhaltevermögen, es ist leider so, dass frau mehr dafür tun muss, als in jungen Jahren. Aber das geht anderen Frauen ohne Antihormontherapie auch so, das ist zumindest ein Trost. HALTE DURCH. Wunderbare Grüße von Kirsten von der Herzwiese.

  21. Mona
    5. Juni 2021 / 17:41

    Hallo,
    ich bin 59 Jahre alt und nehme jetzt Tamoxifen nach brusterhaltender OP und Strahlentherapie nun 10 Tage . Habe seit einigen Tagen wie Regelbeschwerden – der untere Rücken schmerzt eigentlich dauerhaft, jetzt Ziehen im Unterbauch und Ausfluß . Ist das jetzt ein Dauerzustand, oder nur zu Beginn der Therapie so ? Wie sind denn da die Erfahrungen ?
    Würde mich über kurze Antwort freuen
    Danke.
    LG Mona

    • Kirsten
      Autor
      7. Juni 2021 / 12:50

      Liebe Mona, keine Sorge, es können temporäre Beschwerden sein. Ich habe das auch immer wieder. Insbesondere Gelenk-und Rückenschmerzen, trotz regelmäßigem Sport. Wenn ich den nicht machen würde, wäre es wohl stärker, denke ich. Es gibt auch Phasen in denen ich mehr Hitzewallungen habe und dann mal wieder weniger. Es ist ein Kommen und Gehen. Deshalb nicht verzagen, es wird auch wieder besser werden. Alles Gute für Dich und wunderbare Grüße von Kirsten von der Herzwiese.

  22. Silke
    6. Juni 2021 / 13:46

    Hallo liebe Kirsten ☀️
    Ich bin vor kurzem per Zufall auf deine Seite gekommen. Bei mir wurde letztes Jahr leider auch Brustkrebs im frühen Stadium festgestellt. Es folgten 16 Chemos und 20 Bestrahlungen. Bis Ende September noch Antikörpertherapie. Tja,und diese Sache mit Tamoxifen ich habe mega Angst davor gehabt. Richtige Horror Geschichten im Internet gelesen. Und dann kam ich auf deine Seite. Ich bin so froh. Ich nehme sie jetzt seit einer Woche. Und wie ihr hier schreibt,es ist eine Chance aufs leben. Ich habe durch die Chemo und Antikörper eh viel zugenommen. Und Muskel und Gelenkschmerzen. Aber ich werde viele von euren Tips jetzt umsetzen. Und mit Hilfe von meinem Mann und meiner Familie werde ich es hoffentlich schaffen.
    Ich schicke dir viele Grüße. Kämpfen lohnt sich und immer positiv denken. Und auch wir dürfen Mal nicht so tolle Tage haben.
    Meine Krebs Diagnose kam 8. Monate nach dem Tod meiner Mutter. Sie ist am Krebs gestorben. Aber dadurch habe ich mir gesagt du musst kämpfen. Ich bin erst 43 Jahre. Und deine Seite gibt mir noch mehr Kraft und Mut.
    Vielen lieben Dank
    Silke

    • Kirsten
      Autor
      7. Juni 2021 / 12:55

      Hallo liebe Silke, ganz herzlichen Dank für deine lieben Zeilen. Ich freue mich sehr, dass ich Dir Mut mache. Ich bin genau deiner Meinung: Kämpfen und positiv denken ist so unglaublich wichtig. Und letztlich haben viele Medikamente Nebenwirkungen. Aber besser das, als erneuter Krebs. Ich bin sicher, du schaffst das. Sei stolz auf Dich und was Du bisher damit schon alles geschafft hast. Auf bald und bleib gesund. Wunderbare Grüße von Kirsten von der Herzwiese.

  23. Silke
    6. Juni 2021 / 17:40

    Hallo liebe Kirsten ☀️
    Ich bin per Zufall auf deine Seite gekommen. Ich habe letztes Jahr meine Diagnose Brustkrebs im frühen Stadium bekommen. Es war ein Schock für mich. Alles wurde wohl im gesunden entfernt. Es folgten 16 Chemos und 20 Bestrahlungen. Bis Ende September noch Antikörpertherapie. Naja, dann noch die Sache mit Tamoxifen ich habe im Internet viele Horror Geschichten gelesen. Und dann kam ich auf deine Seite. Diese hat mir sehr viel Mut und Kraft geben. Jetzt nehme ich Tamoxifen seit einer Woche. Durch die Chemo und Antikörper Therapie habe ich leider viel zugenommen und Muskel und Gelenkschmerzen. Aber ich werde mir viele Tips von deiner Seite annehmen. Auch das das Tamoxifen unsere Chancen auf das Leben ist Alles was ich hier lese macht Mut. Und wir sitzen ja alle sozusagen in einem Boot. Das kämpfen wird sich lohnen. Immer positiv denken. Ich habe auch zum Glück einen super Ehemann und super Kinder die zu mir stehen und mich unterstützen. Ich habe meine Diagnose acht Monate nach dem Tod meiner Mutter bekommen. Sie ist leider durch den Krebs gestorben. Und dadurch habe ich jetzt auch den Willen zu leben . Ich bin erst 43 Jahre alt. Und möchte das Leben noch genießen. Und die ganzen Nebenwirkungen nimmt man dann irgendwie in kauf. Ich werde jetzt mit Sport anfangen. Und das Lesen deiner Seite wird mir helfen.
    Ich schicke viele liebe Grüße.
    Mädels ihr seit alle stark und wir werden es schaffen.
    Silke

    • Kirsten
      Autor
      7. Juni 2021 / 12:59

      Liebe Silke,
      Du machst es genau richtig: sich auf das Abenteuer einlassen und aktiv damit leben. Ohne Nebenwirkungen wird es wohl eher selten verlaufen, aber durch den Lebensstil und die mentale Einstellung ist es zu schaffen. Das haben Millionen vor uns geschafft, dann klappt es bei uns auch. Es ist toll, dass Du JA zum Leben sagst. Hier auf der Herzwiese gibt es auch immer wieder Tipps und meine persönlichen Erfahrungen dazu. Und kommendes Jahr ist auch ein Buch geplant. In diesem Sinne: bleib so positiv denkend und Du hast ein gutes Umfeld, das ist auch sehr kraft spendend. Wunderbare Grüße von Kirsten von der Herzwiese.

  24. Annett Pfister
    10. Juni 2021 / 12:09

    Hallo liebe Kirsten,

    ein sehr schöner Block. Ich nehme nun Tamoxifen seit 6 Jahren und haben noch 4 Jahre vor mir. Ich hatte am Anfang auch große Angst vor den Nebenwirkungen. Als ich damit startete war ich 50 Jahre alt. Ich hatte keine der Nebenwirkungen, selbst meine Regel kam noch regelmäßig. Jetzt bin ich allerdings in den Wechseljahren und nach 6 Jahren tun mir auch meine Gelenke weh und nun kommt auch die Gewichtszunahme. Vielleicht hätte ich die auch ohne Tamoxifen:). Das weiß man nicht. Ich zähle die Jahre und Monate bis ich meine Einnahme beenden kann. Letztendlich aber ist es so, dass man doch eine gewisse Sicherheit hat, dass man alles dafür tut, dass der Krebs nicht wieder kommt.
    Sport hilft auf jeden Fall und tut ja auch der Seele gut.

    Euch allen gutes Durchhalten und vor allem Denkt positiv, egal wie schlimm es ist.

    Liebe Grüße
    Annett

    • Kirsten
      Autor
      11. Juni 2021 / 11:21

      Hallo liebe Annett, toll, dass Du schon sechs Jahre mit Tamoxifen geschafft hast. Denn viele Frauen brechen die Therapie weit vorher ab. Darauf kannst Du sehr stolz sein. Den Rest schaffst Du auch noch. Deine Einstellung ist genau richtig, so denke ich auch. Und letztlich ist das alles besser, als erneut Krebs zu bekommen. Ich freue mich natürlich auch sehr, dass Dir mein Blog gefällt. Auf ganz bald mal wieder und wunderbare Grüße von Kirsten von der Herzwiese.

  25. Petra
    10. Juni 2021 / 19:00

    Hallo liebe Kirsten ,ich finde es so schön, dass Du immer die Zeit findest und die richtigen Worte um uns alle zu motivieren bzw zu beruhigen.Ja die Diätassistentinnen wissen um das Dilemma mit dem Essen aber ihnen sind leider auch die Hände gebunden und das corona Budget tut sein übriges.Ich danke Dir für den Tipp mit Serelys.Ich werde es zumindest versuchen!!!Patientinnen hier sprachen davon Salbeikapseln zu nehmen oder auch Apfel-Essig am Morgen zu trinken.Ja es ist schon echt heftig und das schwüle Wetter trägt natürlich dazu bei .
    Wow ,dann hast du es ja schon geschafft ,drei Jahre Tamoxifen ,ich finde dich bewundernswert!
    Bleib gesund und eine gute Zeit wünsche ich Dir.

    • Kirsten
      Autor
      11. Juni 2021 / 11:17

      Liebe Petra,
      für mich ist es auch sehr schön zu lesen, dass ich Dir und anderen Frauen Mut mache mit meinen Zeilen. Ich weiß, dass es auch nach der Primärtherapie immer wieder Zeiten gibt, in denen man am liebsten alles hinschmeißen möchte oder in Frage stellt. Das ist ganz normal. Und umso wichtiger ist es, immer wieder den Weg zurück auf die Spur zu finden. Du machst das gut und wirst es schaffen. Salbeikapseln habe ich auch mal probiert. Hat mir nicht geholfen und davon wurde in meinem Brustzentrum abgeraten. Apfel-Essig kenne ich auch noch aus Scheidegg, habe ich natürlich auch probiert. Aber so richtig erfolgreich war das auch nicht. Also dieses Serelys hat nach etwa einem Monat so langsam eine leichte Wirkung gezeigt. Aber etwas schwitzen und jetzt im Sommer stärkeres Schwitzen bleibt. Aber das geht ja anderen Menschen auch so, nicht nur uns. Ich mache dazu regelmäßig Sport und nutze die Sauna. Auch dabei habe ich den Eindruck, dass es hilft weniger stark zu schwitzen. Und wenn ich selbst mal gestresst oder angespannt bin, wird es auch mehr damit. Vier Jahre Tamoxifen liegen nun hinter mir und bald geht es weiter mit Aromatasehemmern. Ich muss mich da auch positiv einstimmen, damit es dann weiter gut klappt. Du siehst es bleibt Arbeit. In diesem Sinne genieße noch die Sonne in Scheidegg. Wunderbare Grüße von Kirsten von der Herzwiese.

      • Petra
        2. Juli 2021 / 14:35

        Hallo liebe Kirsten,
        nun bin ich wieder die zuhause und
        die Wochen AHB in Scheidegg möchte ich nicht missen .Ich habe wunderbare Frauen kennen und schätzen gelernt die alle unser Schicksal teilen.
        Ich sehe die Welt nun mit anderen Augen und lebe die Tage bewusster .Ich lasse mich nicht mehr stressen und nehme mir meine Auszeiten.
        Tamoxifen wird mich begleiten auch wenn die eine oder andere Beschwerde und Einschränkung dazu kommt . (Haarausfall, Wassereinlagerungen, Meine Finger und Zehenknöchelchen schmerzen ohne Ende,)es ist und bleibt unser Airbag. Wie Du mir sagtest positiv annehmen. Auch Dir liebe Kirsten wünsche ich dass es mit der Umstellung auf Aromatasehemmer klappt und Du sie mindestens so gut verträgst wie Tamoxifen.
        Ich wünsche dir noch einen schönen Sommer …keine schwülen Tage damit wir angenehm durch die Zeit kommen.
        VIELE LIEBE GRÜSSE UND BLEIB MIR GESUND herzlichst Petra

        • Kirsten
          Autor
          4. Juli 2021 / 19:03

          Liebe Petra, wie schön deine Erfahrungen aus Scheidegg zu lesen. Mir ging es ähnlich und ich bin auch sehr glücklich, dort gewesen zu sein. Und das Tamoxifen wird dich nicht in die Knie zwingen, Du hast die richtige Einstellung dazu. Ich nehme seit Donnerstag Aromatasehmmer und sage mir, dass die Nebenwirkungen nicht anders sein werden wie bei Tamoxifen. So kann ich mental besser damit umgehen. Wir werden es schaffen, da bin ich ganz sicher. Alles Liebe und Gute auch für Dich, bleib positiv denkend und auf bald mal wieder hier auf meinem Blog. Wunderbare Grüße von Kirsten von der Herzwiese.

  26. Kerstin
    23. Juni 2021 / 21:25

    Ich nehme seit 5 Jahren Tamoxifen, und habe mich gerade entschlossen, es weitere 5 Jahre zu nehmen und nicht auf einen Aromatasehemmer zu wechseln. Der Grund: Ich vertrage es gut, habe wenig bis keine Nebenwirkungen.
    Ich habe von Anfang an „beschlossen“, dass ein paar Hitzewallungen oder mal schmerzende Gelenke nicht so tragisch sind. Ich bin gut damit gefahren.
    Ich möchte allen Mut machen, Tamoxifen mit einer positiven Einstellung einzunehmen. Denn auch einen Beipackzettel kann man positiv lesen: (mehr als) 1 von 10 verspürt diese oder jene Nebenwirkung – ich gehöre zu den etwa 9! Das sind fast 90 %, die diese Nebenwirkung nicht haben.

    • Kirsten
      Autor
      28. Juni 2021 / 10:21

      Liebe Kerstin, vielen Dank für deinen Kommentar. Ob Tamoxifen oder Aromatasehemmer infrage kommen, besprichst Du am besten mit deinen betreuenden Ärzten in der Praxis und/oder im Brustzentrum. Gemeinsam könnt Ihr überlegen, was ganz individuell für Dich die beste Therapie ist. Da ich auf Grund von Zysten durchs Tamoxifen und der Entfernung der Eierstöcke nun einen anderen Hormonstatus habe, heißt es bei mir Aromatasehmmer. Ich starte Anfang Juli, habe jetzt einen Monat Tablettenpause gemacht und das auch vorab mit meiner Ärztin besprochen. Ich finde es ganz toll, dass Du positiv denkend mit dem Thema umgehst. So mache ich es auch und es macht die ganze Sache leichter. Weiter so und alles gute für dich. Wunderbare Grüße von Kirsten von der Herzwiese.

  27. Karla
    24. Juni 2021 / 18:49

    Ich habe nur eine Frage. Habe Tamoxifen genommen habe durch die Einnahme einen sehr dicken Bauch gekriegt.
    Habe vor 4 Monaten aufgehört aber an den Bauch hat sich nichts geändert . Meine Frage weiss jemand ob der Bauch überhaupt zurück geht und wenn ja wie lange kann das dauern.

    • Kirsten
      Autor
      28. Juni 2021 / 10:15

      Liebe Karla, ich kann deine Sorge und Bedenken verstehen. Durch die Wechseljahre verändert sich häufig auch die Fettverteilung im Körper. So kann es durchaus sein, dass der Bauch fülliger ist, als vor der Tamoxifen-Einnahme. Von alleine verschwindet er leider nicht. Du kannst aktiv etwas tun, durch regelmäßigen Sport, mindestens 2,5-3 Stunden pro Woche. Und das in Kombination mit gesundem, abwechslungsreichen Essen mit weniger Kalorien. Ich wünsche Dir ganz viel Erfolg und Geduld. Bei mir geht es trotz Sport und gesundem Essen nur sehr sehr langsam und das hängt auch mit Tamoxifen und den Wechseljahren zusammen. Wunderbare Grüße von Kirsten von der Herzwiese.

      • Karla
        5. Februar 2022 / 13:51

        Danke fuer die Antwort aber das was du mir sagst habe ich alles schon ausprobiert.Ich bin 67 und nicht in den Wechseljahren. Ich habe auch nicht zugenommen ich wiege 56 kg bei einer Groesse von168 . Ich habe einen Bauch als waere ich im 7 Monat schwanger und muss ihn bei jedem Schritt festhalten . Vor 1 Jahr habe ich mit Tamoxifen aufgehoert weil ich hoffte das der Bauch sich zurueck bildet was bis jetzt nicht passiert ist. Alle med. Untersuchungen und viel mehr habe ich gemacht alles negativ. Ich wuerde nur gerne wissen ob der Bauch ueberhaupt wieder weg geht und wie lange es dauert, diese Frage konnte mir kein Arzt und auch niemand anders beantworten. Vielleicht kennen sie ja jemanden der eine Antwort hat. Vielen Dank

        • Kirsten
          Autor
          8. Februar 2022 / 18:24

          Liebe Karla, ich möchte Dir dazu die Hotline vom Deutschen Krebsinformationsdienst empfehlen. Vielleicht gibt es hier Hilfe für dich. Eine Ferndiagnose kann ich leider nicht stellen. Alles Gute für Dich und auf ganz bald hier wieder auf der Herzwiese. und Wunderbare Grüße sendet Dir Kirsten von der Herzwiese.

  28. Kerstin
    26. Juni 2021 / 18:30

    Hallo Kirsten,
    ich möchte allen Mut machen, die am Anfang der Therapie mit Tamoxifen stehen.
    Nebenwirkungen können, müssen aber nicht auftreten. Im Beipackzettel steht: kann mehr als 1 von 10 betreffen für bestimmte Nebenwirkungen – das bedeutet auch, mehr als 80% haben sie nicht. Kann bis zu 1 von 10 betreffen, also 9 haben sie nicht. Kann 1 von 100 betreffen, also 99 haben sie nicht.
    Und sie sind für jede unterschiedlich. Manche haben kaum welche, manche mehr.
    Ich nehme seit fünf Jahren Tamoxifen und habe mich soeben entschlossen, es weitere fünf Jahre zu nehmen und nicht auf einen Aromatasehemmer zu wechseln. Ich habe kaum Probleme, zum Glück.
    Viele Grüße, Kerstin

    • Kirsten
      Autor
      28. Juni 2021 / 10:22

      Liebe Kerstin, vielen Dank für deinen Kommentar. Ob Tamoxifen oder Aromatasehemmer infrage kommen, besprichst Du am besten mit deinen betreuenden Ärzten in der Praxis und/oder im Brustzentrum. Gemeinsam könnt Ihr überlegen, was ganz individuell für Dich die beste Therapie ist. Ich finde es ganz toll, dass Du positiv denkend mit dem Thema umgehst. So mache ich es auch und es macht die ganze Sache leichter. Weiter so und alles Gute für dich. Wunderbare Grüße von Kirsten von der Herzwiese.

      • Kerstin
        3. Juli 2021 / 21:07

        Liebe Kirsten, selbstverständlich habe ich die weiterführende Therapie mit meiner Ärztin besprochen – sie hat mich ganz offen informiert und die Alternativen aufgezeigt. Die Therapieleitlinien haben sich in den letzten Jahren erweitert bzw. geändert, sodass jetzt man auch bei Tamoxifen bleiben kann, wenn man es gut verträgt. Die Einnahmedauer beträgt dann nochmal 5 Jahre. Ich bin weiterhin guter Dinge. Viele Grüße, Kerstin

        • Kirsten
          Autor
          4. Juli 2021 / 19:08

          Liebe Kerstin, diese Option habe ich auch. Entweder 3 Jahre Aromatasehemmer oder 5 Jahre Tamoxifen. Da meine Eierstöcke letzten Herbst entfernt wurden, ist mir explizit zu den Aromatesehmmern geraten worden. So ist es bei jeder von uns anders. Aber wir halten durch und schaffen das. Ganz gleich ob Tamoxifen oder Aromatasehmmer. Wunderbare Grüße von Kirsten von der Herzwiese.

  29. Bärbel
    6. September 2021 / 14:46

    Hallo Kirsten,
    Super Blog und sehr hilfreich! Ich nehme jetzt seit 6 Jahren Tamoxifen, vertrage sie auch den Umständen entsprechend recht gut, jedoch hat mir mein Hausarzt den Rat gegeben, es mit DIM zu versuchen! Was ist Deine Meinung dazu?
    Es grüßt ganz herzlich Barbara

    • Kirsten
      Autor
      7. September 2021 / 10:17

      Hallo Bärbel, vielen Dank für dein Kompliment. Ich freue mich sehr, dass Dir mein Blog gefällt.
      Sollst Du Diindolylmethan, kurz DIM anstelle von Tamoxifen einnehmen? Dazu empfehle ich Dir unbedingt die Rücksprache mit deinen Ärzten, die dich im Hinblick auf den Brustkrebs behandeln oder behandelt haben. Tatsächlich ist es so, dass sekundäre Pflanzenstoffe antioxidativ wirken können und zahlreiche positive Effekte im Körper haben. Sie kommen in pflanzlichen Lebensmitteln vor. Einer der Gründe, warum täglich frisches Obst und Gemüse gegessen werden sollte. Also wenn Du regelmäßig, sprich täglich Obst und Gemüse isst, tut das deiner Gesundheit gut. Ob ein Nahrungsergänzungsmittel mit DIM dann unbedingt nötig ist, ist fraglich. Wenn Du dazu eine ärztliche Meinung hören möchtest, empfehle ich Dir beim Deutschen Krebsinfodienst anzurufen: Telefon: 0800 – 420 30 40. Hier bekommst du kostenlos fundierte Hilfe. Alles Gute für Dich und auf ganz bald hier auf meinem Blog. Wunderbare Grüße von Kirsten von der Herzwiese.

  30. Sabine
    26. September 2021 / 10:25

    Hallo liebe Kirsten,

    Danke für deine Infos! Ich hatte auch eine Tamoxifen Blockade. Aber noch vor der Reha habe ich dann diese Pille geschluckt. Augen zu und runter damit, dachte ich….und mit auf den Weg gab ich dem Tamoxifen : und jetzt bitte gut arbeiten!!!!!!
    Hatte auch kaum Nebenwirkungen . Schwitzen, schlechter Schlaf…aber das kannte ich schon alles.
    Jetzt aber habe ich einen Ausschlag mit katastrophalen Juckreiz.
    Es hat ganz harmlos angefangen. Am Fuß bekam ich 2 kleine Stellen. Im 3 wöchigen Urlaub ( bin seit 2 Tagen zurück) konnte ich zusehen, wie der Hautausschlag sich langsam von unten nach oben ausgebreitet hat.
    Seit 2 Tagen ist der Juckreiz fast nicht mehr auszuhalten. Habe aus reiner Verzweiflung heute kein Tam genommen obwohl ich das doch eigentlich nehmen will.
    Morgen werde ich den Gyn aufsuchen.

    Im Internet ist kaum was zu finden aber hast du schon mal gehört, dass ein Firmen Wechsel evtl. Hilft? Im Moment nehme ich die von der Firma Heumann.

    Liebe Grüße
    Sabine

    • Kirsten
      Autor
      27. September 2021 / 08:10

      Liebe Sabine,
      vielen Dank für deine Nachricht. Ich hoffe der Juckreiz ist besser geworden. Ich empfehle Dir unbedingt beim Krebsinformationsdienst anzurufen. Dort bekommst Du kostenlose, medizinische Beratung. Die Telefonnummer lautet: 0800 – 420 30 40. Ferner empfehle ich Dir umgehend mit deinen behandelnden Ärzten im Brustzentrum Kontakt aufzunehmen und nicht von selbst einfach die Therapie zu beenden. Es gibt ganz sicher Möglichkeiten, dass Dir schnell und effektiv geholfen wird. Gute Besserung und wunderbare Grüße sendet Dir Kirsten von der Herzwiese.

      • Kirsten
        Autor
        28. September 2021 / 19:49

        Liebe Sabine, hier die Antwort von Brigitte:
        Ich glaube das zweite Tamoxifen das ich nicht vertragen habe hieß oder war von Aristo, bin mir aber nicht 100 % sicher. Auf jeden Fall ging es mir da nicht gut, ähnliche Nebenwirkung wie Letrozol. Denke Zusatzstoffe spielen da auch eine Rolle. Tamoxifen das ich gut vertrage ist von Heumann. Das andere Tamoxifen der anderen Firma weiß ich nicht mehr. Liebe Grüße von Brigitte.

        Ich hoffe Deine Fragen konnten geklärt werden, liebe Sabine. Denke daran, jeder Körper ist und tickt anders. Ich habe vier Jahre lang Tamoxifen von Aliud genommen und hatte die üblichen Nebenwirkungen, mal mehr und mal weniger stark ausgeprägt. Gib Deinem Körper und dem Medikament erst einmal ein paar Monate eine Chance, bis sich dein Körper daran gewöhnt hat. Das dauert, ich kämpfe aktuell auch noch mit Anostrozol und nehme es nun schon drei Monate. Wunderbare Grüße von Kirsten von der Herzwiese.

  31. Marina
    6. Oktober 2021 / 09:47

    Hallo Kirsten, ich möchte gerne etwas zu Tamoxifen sagen.
    Ich hatte im Jahr 2014 Brustkrebs. Der Tumor wurde rausoperiert und direkt in der Wunde bekam ich die erste Bestrahlungen. Als meine Strahlentherapie zu Ende war, nahm ich für 3 Jahr Anastrol. Ich bekam davon im ganzen Körper Gelenkschmerzen. Nach 3 Jahre mußte ich wechseln zu Tamoxifen. Auch ich hatte totale Angst vor noch mehr Gelenkschmerzen. Was soll ich sagen. Die Tamoxifen nahmen mir, obwohl es keiner glaubte, die Gelenkschmerzen.
    Ich war richtig glücklich.
    Jetzt ist 2021 und ich bin erneut an Krebs erkrankt. Habe Metastasen im li.Bein und einen Lungentumor der gestreut hat. Keine OP ist bei mir möglich. Ich bekam Chemo und Immuntherapie. Nach der ersten Therapie, eine Woche später, bekam ich auch noch einen Schlaganfall.
    Stelle dir vor, mein Onkologe sagte mir, wie sie nehmen noch Tamoxifen, sofort absetzen. Denn Tamoxifen sollte diesen Schlaganfall ausgelöst haben.
    Ich setzte sofort (am 6.7.) die Tabletten ab. Das ist jetzt alles 4 Monate her.
    Die Gelenkschmerzen kamen schleichend zurück.
    Alle Ärzte sagen mir, dass kann nicht sein.
    Was sagst du Kirsten dazu?
    Ich würde mich über Antwort freuen, falls du sowas mal gehört hast.
    LG Marina

    • Kirsten
      Autor
      8. Oktober 2021 / 09:17

      Liebe Marina, zunächst einmal wünsche ich dir einen guten Verlauf deiner aktuellen Therapie und danke dir für deine Nachricht. Ich habe zwar eine medizinische Ausbildung, bin aber keine Ärztin. Da jeder Tumor so individuell wie jeder Mensch ist, kann es bei einem so und beim anderen Menschen ganz anders sein. Die Gelenkschmerzen sind für Tamoxifen und Aromatsehemmer typisch. Auch ich habe immer noch sehr stark damit zu kämpfen und dies besonders im linken Bein. Was ich dir raten kann, ist bei ärztlichen Gesprächen vorab eine Checkliste zu erstellen, in der du alle deine Fragen aufschreibst und sie mit dem Arzt abarbeitest. Weise von selbst auch auf Dinge wie Medikamente und Vorerkrankungen hin. So lassen sich viele Dinge besser klären. Alles Gute für dich und ich hoffe es geht dir ganz bald besser. Wunderbare Grüße von Kirsten von der Herzwiese.

  32. Andrea E.
    15. November 2021 / 15:29

    Hallo liebe Kirsten,

    am 11. September des letzten Jahres bekam ich die Diagnose Brustkrebs. Die OP erfolgte gleich eine Woche später. Der Tumor war nur 1 cm groß. Hätte ich nie selbst ertasten können. Ich hab diesen Befund überhaupt nicht dramatisch aufgenommen. Ich dachte, 1 cm… pah… raus damit und gut ist.

    Während der OP stellte man dann aber fest, dass auch drei Lymphknoten befallen sind. Man entfernte 6.

    Da ich seit 20 Jahren an einer Bipolaren Störung leide, seitdem auch berufsunfähig bin, ging man mit mir sehr sehr einfühlsam um. Erst nach drei Tagen wusste ich dann endlich, dass die Lymphknoten nicht gut aussahen und ich wohl doch eine Chemo und Bestrahlung bekommen werde. Immer sollte mein Mann dabei sein, um auch gut aufgefangen zu sein. Ich könnt jetzt echt heulen, weil er zu der Zeit mehr litt als ich. Seine Mama ist mit nur 40 Jahren an Brustkrebs verstorben. Ich bin schon 55, aber auch da soll ja nicht schon alles zu Ende sein. Zumal wir erst seit 4 Jahren zusammen sind und seit 3 Jahren verheiratet. (Ich hatte davor eine knapp 28-jährige Ehe geführt.) Ich schreib es nur, weil ich immer dachte, das ist bei mir alles anders und das wird alles nicht so dramatisch. Wir haben weiter Spaß… alles wird gut. Aber irgendwann spürte ich doch den Druck. 12 chemos und später dann 25 Bestrahlungen. Dazu der Hinweis, Tamoxifen nehmen zu müssen.

    Ich kürze es mal ab… meine Kräfte schwanden. Ich war null belastbar, psychisch hingegen aber super stabil. Und nur so überstand ich alles. Wenn die Psyche nicht mitmacht, ist man im Grunde doppelt so krank.

    Jetzt ist es aber so, dass sich diese Schwäche einfach nicht wieder bessern will. Doch.. besser, aber kein Vergleich mehr zu vor der Diagnose. Ich hab es nach 20 Jahren geschafft, meine Psychopillen abzusetzen. Wollte es, weil ich dachte, wenn ich nun auch noch tamoxifen nehmen muss, fang ich bald an zu leuchten bei so viel Chemie im Körper. Und ich fühlte mich wirklich motiviert. Nun nehme ich die seit 6 Wochen nicht mehr, bin etwas weinerlicher, aber das ist noch vertretbar. Was mich hingegen derart belastet, ist diese Schwäche. Klar Hitzewallungen, manchmal sehr starke Rückenschmerzen… aber mein Körper scheint insgesamt zu altern… derart schnell, dass ich mich schlecht fühle. Keine Kraft, etwas länger mal Hausarbeit zu machen. Gartenarbeit, die ich früher mochte, strengt mich mega an. Ich bin einfach derart schnell erschöpft. Schlafen fällt mir schon immer schwer. Liege also entweder stundenlang wach oder nehme dann immer mal wieder Schlaftabletten, um mich besser zu fühlen.

    Jetzt bin ich seit dem Wochenende so gefrustet, dass ich wissen will, ob diese Nebenwirkungen noch wegen der chemo und Bestrahlung da sind oder es an den Tamoxifen liegt. Ich habe sie nun nach 6 Monaten vor zwei Tagen abgesetzt. Ich weiß, alle leiden… ich soll die 5 Jahre nehmen und dann wird noch mal auf diese Aromatasehemmer gewechselt. Ich kann mich einfach nicht mehr motivieren. Ich will endlich wieder ein freies Gefühl haben. Nicht frei von Medikamenten, sondern frei im Körper. Ich will wieder Kraft und Energie spüren. Ich bin nicht krankhaft deprimiert… ich kenne mich… die Psyche spielt mir da keinen Streich. Aber macht es wirklich Sinn, sollte es mir ohne die tamoxifen wirklich wieder besser gehen, so eingeschränkt zu sein… um vielleicht von einem Rezidiv oder neuem Befall nicht mehr heimgesucht zu werden? Die Studien sagen sicherlich aus, dass 1/3 weniger Rückfälle eintreten, wenn man die Antihormonbehandlung durchzieht. Aber zu welchem Preis…

    Ich bin unsicher. Habe am Donnerstag meine 2. Nachsorge und werde natürlich alles mit meiner Ärztin besprechen.

    Eine Reha wollte ich nicht aufsuchen, da mir das zu viel Stress im Kopf machen würde. Ich brauche mein gewohntes Umfeld und diese vielen Therapietermine würden mich zudem völlig überfordern. So habe ich jetzt gedacht, ich schreibe dir einfach mal… es gibt so viele Frauen, die tapfer dabei bleiben… aber ich bin da scheinbar nicht mehr bereit dazu.

    Alles Liebe… ich würde mich freuen, wenn du mir antwortest…

    Andrea

    • Kirsten
      Autor
      16. November 2021 / 13:49

      Liebe Andrea,
      herzlichen Dank für deine Offenheit und deine Geschichte. Ich denke die Gedanken und schwankende Gefühle im Hinblick auf die Antihormontherapie haben wir alle. Ich kann Dir aus meiner eigenen Erfahrung sagen, dass ich dieses Jahr mal einen Monat Pause gemacht habe, zwischen dem Wechsel von Tamoxifen zu Anostrozol. Ich hatte sechs Wochen eingeplant und nach vier Wochen von selbst wieder angefangen. Denn mir ging es in der Zeit der Abstinenz nicht besser als währen der Einnahme der Tabletten. Außerdem quälte mich täglich der Gedanke nicht alles zu tun, damit kein neuer Krebs kommt. Deshalb möchte ich Dir ans Herz legen noch einmal in Dich zu gehen und doch wieder weiterzumachen. Denn so tust Du aktiv etwas gegen ein Rezidiv. Mir hilft es regelmäßig Sport zu machen und auch Zeit für mich zu haben. Ich drücke Dir ganz fest die Daumen, dass Du dir Kurve kriegst und weitermachst. Und denk immer daran – wir sind ganz viele, denen es ähnlich geht und die auch weitermachen. Kopf hoch – Du schaffst das. Und wenn Du Motivation brauchst, schau öfter hier auf meinem Blog vorbei.
      Wunderbare Grüße von Kirsten von der Herzwiese.

  33. Christiane Nicolai
    3. Januar 2022 / 18:19

    Hallo,
    Ich habe im Oktober 2021 meine Mastektomie hinter mich gebracht. Leider gab es am nächsten Tag noch eine Bit-Version OP. (ich muss eben alles mitnehmen). Da die Brust nicht „gerettet“ werden konnte, bekam ich ein Implantat. Damit hab ich nur Probleme, sodass es wahrscheinlich wieder entfernt werden muss. Ich bin im Dezember 60 geworden und die Optik steht für mich wahrlich nicht mehr im Vordergrund. Durch das „Ungleichgewicht“ habe ich ständig Rücken- und Nackenschmerzen, das ist aber ein anderes Thema.
    Leider habe mit Tamoxifen bisher ausschließlich schlechte Erfahrungen gemacht und mir wird schon übel, wenn die Einnahme naht. Meine ständigen Begleiter sind Kopfschmerzen, Übelkeit, Hitzewallungen und Müdigkeit. Ich habe ständig Schlafbedürfnis, ohne schlafen zu können. Meine Haare fallen aus und meine rheumatoide Arthritis schwingt sich zu neuen Höhepunkten auf. Zubildungen an den Kleingelenken wachsen schneller, als vor der Einnahme.
    Ich muss jetzt mal fragen, ob diese negativen Begleiterscheinungen irgendwann nachlassen!!! Hat da jemand Erfahrungen?
    Gaaaanz liebe Grüße von Christiane

    • Kirsten
      Autor
      9. Januar 2022 / 16:23

      Liebe Christiane, ganz lieben Dank für deine Schilderungen. Das liest sich dramatisch. Aber Du kannst sehr stolz auf Dich sein, was Du schon alles geschafft hast. Und womöglich braucht dein Körper einfach noch Zeit, bis er wieder in normaleren Bahnen arbeitet. Deine Eingriffe sind ja auch gerade mal wenige Monate her. Aus meiner eigenen Erfahrung kann ich Dir sagen, dass ich mich nach etwa einem Jahr wieder weitaus belastbarer, fitter und wacher gefühlt habe. Was mir geholfen hat ist täglich sehr viel Wasser trinken und Spazieren gehen. Ferner habe ich Physiotherapie bekommen, damit ich mich trotz der Narben wieder besser bewegen kann, was sehr viel geholfen hat. Und eine Reha möchte ich Dir unbedingt empfehlen. Das bringt sehr sehr viel. Gib den Mut nicht auf, es wird auf jeden Fall besser. Du brauchst etwas Geduld und dann wird das schon. Alles Gute für Dich und wunderbare Grüße von Kirsten von der Herzwiese.

  34. Petra L.
    24. Januar 2022 / 21:41

    Liebe Kirsten,

    Du hast eine tolle Seite und ich finde es super, wie Du anderen Frauen Mut machst.
    Leider habe ich (46) im Dez. 21 auch die Diagnose im Frühstadium bekommen, und am Anfang war ich total positiv und stark. Je mehr ich mich mit dem Thema befasse und mein Umfeld mir teilweise Angst macht mit Ratschlägen, habe ich mir vorgenommen niemandem mehr etwas von meiner Krankheit zu erzählen.
    Ich soll eine Bestrahlung machen und 5 Jahre Tamoxifen nehmen. Seit dem habe ich verschiedene Studien gelesen, verschiedene Ärzte gefragt, ob es denn alles im Frühstadium sein muss?
    Ich habe gehofft auf jemanden zu treffen, der mir sagt, dass ich so weiterleben kann wie bisher. Leider sagt es aber keiner. Für mich sind die Studien und Empfehlungen zu „Allgemein“ gehalten. Wenn z. Bsp, von 100 Frauen ca. 39 einen Rückfall ohne Behandlung haben, und 19 einen Rückfall mit Behandlung, dann frage ich mich, bei welchen Frauen genau kommt es wieder, wie ist da die Statistik bzgl. Lebensweise, Sport, Alter, Rauchen usw. Und wie verhalten sich die Nebenwirkungen im Vergleich dazu?
    So wie der Tumor ist jede Frau unterschiedlich, aber die Behandlung wird nach den Leitlinien für alle gleich empfohlen. Das kann ich nicht ganz nachvollziehen und das frustriert mich sehr. Ich habe Angst vor den ganzen Nebenwirkungen der Strahlen und Hormonen. Und ich frage mich, warum spricht nie jemand von den Frauen, die es nicht bekommen? Es gibt fast nur Statistiken dass der Krebs wieder kommt, dass es Metastasen geben kann, und es ist alles irgendwie auf dieser Angst aufgebaut. Das ist momentan meine Sichtweise. Ich würde so gerne von Frauen hören, die genau so oder ähnlich denken. Aber die gibt es wohl auch nicht.
    Ich verstehe schon, dass es meine Lebensversicherung sein kann, aber eben auch nicht?
    Vielleicht würde ich in einen anderen Stadium anders darüber denken, und es gebe keine Alternative.
    Oder ich brauche einfach noch Zeit mich damit anzufreunden. Ich weiß es nicht. Auf jeden Fall hast Du mir etwas mehr Mut gemacht. Aber entschieden habe ich noch nicht. Ich mache viel Sport und ich weiß dass das alleine nicht vorbeugen kann. Aber vielleicht machen die Strahlen und Hormone mehr kaputt? Keiner weiß es.

    Ich wünsche Dir alles Gute und ich werde sicher Deine Seite weiterempfehlen.
    Herzliche Grüße
    Petra

    • Kirsten
      Autor
      27. Januar 2022 / 16:57

      Liebe Petra, ich kann deine Überlegungen, Ängste und Sorgen sehr gut verstehen. Es ist fraglich ob Dir Dinge nutzen die bestätigen, dass der Verzicht auf Strahlen und/oder Antihormontherapie besser sind. Eines ist klar und das hat bei mir fast drei Jahre gedauert, bis ich dass so richtig verinnerlicht hatte: das Leben wie es vorher, ohne den Krebs war, wird es nicht mehr geben. Im Grunde genommen ähnlich wie mit Corona. Unser Leben nach Corona wird auch auch nicht mehr so sein wie vor der Pandemie. Das heißt aber nicht automatisch, dass danach alles schlechter ist. Ich lebe im März dieses Jahres fünf Jahre damit. Ich war immer schon positiv denkend, selbstbewusst und glücklich. Doch mittlerweile bin ich viel mehr bei mir. Ich lebe bewusster und bin noch dankbarer für viele wunderbare Dinge, die ich erleben darf. Ich denke dass Du dir einfach noch Zeit geben solltest und es wird der Tag kommen, wo Du dann mit Kopf und Herz im Einklang bist. Ich hatte ja auch eine Tamoxifen-Blockade, wie Du hier auf meinem Blog lesen kannst und habe auch meine Zeit gebraucht. Heute weiß ich das und gebe sie mir. Und das kann ich Dir auch von Herzen empfehlen. Bleib guter Dinge, bis bald hier wieder auf meinem Blog. Wunderbare Grüße von Kirsten von der Herzwiese.

  35. Roswitha Polzer
    9. Februar 2022 / 15:28

    Hallo Kirsten, durch Zufall bin ich auf deine Seite gestoßen. Ich kann es sehr gut verstehen das du und auch viele andere Frauen Zweifel haben Tamoxifen ein zu nehmen.
    Ich selbst habe am 15.2.2017 mein brusterhaltende OP danach bekam ich Bestrahlungen. Im Anschluß sollte natürlich auch ich gleich mit Tamoxifen los legen. Ich war am Anfang auch am zweifeln, entschied mich aber doch dazu. Auch ich war in Scheidegg zur Reha und das sogar 3 mal in Folge. Ich fühlte mich dort verstanden und sehr gut aufgehoben. Während meinen 3 Aufenthalten habe ich sehr tolle Frauen kennengelernt, mit denen ich bis heute immer noch im Kontakt bin. Leider sind von Ihnen schon 3 auf Grund eines Rückfall verstorben. Das zeigt mir immer mehr das ich den richtigen Weg mit Tamoxifen gewählt habe.
    Ich hatte auch letztes Jahr eine Umstellung auf Anastrozol, das wir aber wieder nach 6 Monaten zurück gewechselt haben. Die Schmerzen waren einfach unerträglich. Ich habe zwar mit Tamoxifen auch mit den Problemen der Gewichtszunahme und Gelenkschmerzen zu kämpfen. In letzter Zeit nehmen die Schmerzen in den Fingergelenke, Ellenbogen und Schulter stark zu. Manche Tage habe ich starke Schnerzenin den Fersen. Wenn ich aufstehe komme ich mir wie eine alte Oma vor.
    Aber alles geht vorbei. So nun bei mir. Ich hatte diese Woche eine Untersuchung in der Klinik und bekam die gute Nachricht das alles in Ordnung ist und ich Tamoxifen endlich absetzen könnte. Über diese News freue ich mich wahnsinnig und hoffe das dann nach einer gewissen Zeit wieder etwas Normalität ohne Schmerzen in mein Leben tritt.
    Also mein Fazit einfach auf seinen Körper hören und durchhalten es gibt auch ein gutes Ende. Liebe Grüße Roswitha

    • Kirsten
      Autor
      9. Februar 2022 / 16:37

      Liebe Roswitha, was für tolle Nachrichten von Dir. Dann hast Du „nur“ fünf Jahre mit der Antihormontherapie zu tun gehabt – richtig? Und dreimal Scheidegg – wie toll. Ich war einmal vor Ort und es würde mir auch sehr gut gefallen, noch einmal hinzufahren. Aber drei Wochen frei nehmen ist bei mir aktuell eher schwieriger und ich habe einen jungen Hund, der dann versorgt werden müsste. Ich nehme nach vier Jahren Tamoxifen nun schon acht Monate Anostrozol. Das erste Halbjahr war mit vielen Gelenkschmerzen verbunden. Jetzt geht es mir bedeutend besser, auch im Vergleich zu Tamoxifen. Abgenommen habe ich auch, ist harte Arbeit und es geht im Schneckentempo, aber es klappt. Alles Gute für Dich und bis ganz bald mal wieder hier auf der Herzwiese. Wunderbare Grüße von Kirsten von der Herzwiese.

  36. Ellen
    11. Februar 2022 / 17:21

    Tamoxifen zu nehmen – seit Juni 2021 – hat mich Überwindung gekostet. Ihr kennt das alle. Nun habe ich mich daran gewöhnt, morgens vor dem ersten Tee meine Tablette zu nehmen. Und jetzt: die Sorge, dass ich vorzeitig auf die schlechter verträglichen Aromatasehemmer wechseln muss, weil es einen Lieferengpass gibt!
    Kennt jemand einen Protestbrief, an dem ich mitunterzeichnen kann?

    • Kirsten
      Autor
      13. Februar 2022 / 12:27

      Liebe Ellen,
      ich kann Deine Sorge sehr gut verstehen. Aktuell arbeite ich an einem Fachbeitrag dazu hier für die Herzwiese und der wird kommende Woche online gehen. Darin bekommst Du Tipps, was Du jetzt tun kannst. Also bitte noch etwas Geduld, ich geben kommende Woche Tipps dazu. Du kannst Dich dazu in meinen Newsletter eintragen ( er erscheint 1-3 mal monatlich zu neuen Beiträgen hier auf der Herzwiese). Dann bist du im Bilde. Wunderbare Grüße von Kirsten von der Herzwiese.

  37. Sabine
    6. März 2022 / 17:47

    Liebe Kirsten Herzwiese, ich habe gerade Deinen wunderbaren Blog entdeckt, und beim Durchlesen erleichtert gemerkt, dass ich nicht alleine bin mit meinen Zipperlein. 🙂 Ich hatte Februar 2017 im Alter von 46 Jahren nach der Diagnose MammaCa die komplette Therapie mit neoadjuvanter Chemo, BET, Bestrahlung , Antikörpertherapie und seither – Tamoxifen. Ich habe ebenfalls in Scheidegg am Ende meiner Reha mit dem Tamox begonnen, und mich eigentlich mit den Nebenwirkungen arangiert. ( Habe sogar während der Chemo Sport getrieben, um der Fatigue zuvorzukommen). Aber nun im 5. Jahr der Einnahme habe ich mittlerweile 15 kg zugenommen- mein Körper baut nur noch Fettzellen auf. Ich achte auf meine Ernährung, nehme zusätzlich Vit D und Omega 3 und Selen , bin aber an manchen Tagen einfach nur erschöpft. Häufig bin ich froh, einfach nur den Haushalt und Familie bewältigen zu können. Beruflich habe ich auf 30% Pensum reduziert, das reicht mir völlig. Ich war eigentlich immer “ normalgewichtig “ und recht sportlich, habe mich gerne draußen bewegt. Und nun muss ich mich für jeden Spaziergang motivieren. Meine Ausdauer ist so abgefallen, selbst nach Treppensteigen zwei Stockwerke bin ich außer Puste. ( Trotz 2 x wöchentlich Cardio und Muskeltraining in einem Physiostudio) Aber ich muss UNBEDINGT abnehmen! Meine Gynäkologin riet mir nun kürzlich, einen Fettstoffwechselhemmer ( formoline) einzunehmen. Sowohl die Apothekerin, als auch eine Nachfrage beim Krebsinformationsdienst Heidelberg konnten keine uneingeschränkte Verwendung/ keine Beeinträchtigungen der Tamoxifenaufnahme ausschließen. Hast Du Erfahrung damit? Oder fühlt sich jemand angesprochen? Gewichtsabnahme unter Tamox großes Thema?
    Ich freue mich über einen Tipp,
    liebe Grüße, Sabine
    Gerne möchte ich über Deinen Newsletter aktuelle Info lesen

    • Kirsten
      Autor
      7. März 2022 / 21:42

      Liebe Sabine, ganz herzlichen Dank für deinen Zeilen. Du bekommst eine Bestätigungsmail in dein Postfach, damit der Newsletter ankommt, wenn es einen neuen Beitrag von mir gibt. Was Deine Müdigkeit betrifft: Hast Du mal deine Schilddrüsen-, Eisen- und Blutzuckerwerte beim Hausarzt überprüfen lassen? Vielleicht liegt hier der Grund für deine Müdigkeit. Statt des Formoline würde ich es mit ganz einfachem Glucomannan versuchen. Es wird aus der Knolle der asiatischen Konjak-Pflanze gewonnen und ist alkoholfrei, auch wenn es anders klingt. Es gibt Glucomannan in Kapseln. Bisher ist mir nicht bekannt, dass es kontraindiziert bei einer Antihormontherapie ist. Alternativ wäre auch Apfelpektin als Granulat oder Pulver eine Möglichkeit. Diese Ballaststoffe haben eine sättigende Wirkung und brauchen allerdings viel Flüssigkeit um im Magen-Darm-Trakt quellen zu können. Also pro Kapsel 250 ml Wasser trinken. Was dein Gewicht betrifft, kann ich Dich sehr gut verstehen. Denn mir ging es auch so, dass ich durchs Tamoxifen zugenommen habe. Ich bin ja staatlich diplomierte Diätassistentin und habe immer schon sehr gesund gegessen. Ganz schlank war ich nie, aber es hielt sich im Rahmen. Dann habe ich im Lauf der Jahre mit Tamoxifen acht Kilo zugenommen, obwohl ich nach wie vor sehr gesund gegessen habe. Trotz regelmäßigem Sport und Intervallfasten – das hat wenig geholfen. Aber – seit viereinhalb Monaten esse ich so gut wie keine Kohlenhydrate, also low carb, und seitdem habe ich sieben Kilo weg. Vielleicht ist das auch für dich ein Weg? Es ist schon am Anfang hart und man muss sich erst einmal daran gewöhnen. Aber mit der Zeit geht es und wenn Du mit weniger Kilos belohnt wirst, ist es eine tolle Motivation. Ich ersetze auch öfter eine Mahlzeit durch einen Eiweißshake oder Eiweißpulver in Skyr natur oder Magerjoghurt, das hilft auch prima. Rezepte für kalorienarme Kuchen etc. findest Du hier auf der Herzwiese in der Rubrik BACKEN. Ich hoffe, dass Dir meine Tipps weiterhelfen. Mit Disziplin und Geduld schaffst Du das ganz bestimmt. Du kannst ja mal berichten, wie es Dir damit ergeht. Kopf hoch, einen Plan machen und loslegen. Das wird schon. Ich habe das ja auch geschafft und bin auch noch dabei an meinen restlichen Kilos zu arbeiten, die noch weg sollen. Auf ganz bald mal wieder hier auf der Herzwiese und wunderbare Grüße von Kirsten von der Herzwiese.

      • Sabine
        8. März 2022 / 08:03

        Liebe Kirsten,
        herzlich Danke für die aufmunternden Worte und Tipps, an Schilddrüsenhormone habe ich noch nicht gedacht. Und Low Carb werde ich jetzt konsequent durchziehen.
        Herzliche Grüße, Sabine

        • Kirsten
          Autor
          8. März 2022 / 08:06

          Liebe Sabine, sehr gerne. Dann hast Du ja zwei Punkte wo Du ansetzten kannst. Ich wünsche Dir ganz viel Erfolg dabei und lass mal hören, wie es Dir damit so ergeht. Auf geht’s Du schaffst das, denke daran Du bist nicht alleine, viele Frauen so auch ich, arbeiten daran und wir schaffen das. Wunderbare Grüße von Kirsten von der Herzwiese.

  38. Silke
    8. März 2022 / 12:11

    Liebe Kirsten,
    ich habe vor ein paar Monaten schon einmal hier geschrieben. Heute habe ich ein anliegen bezüglich meiner Eierstöcke. Ich nehme jetzt seit Juni 21 Tamoxifen. Bis auf Muskel und Gelenkschmerzen ging bis her alles mit den Nebenwirkungen. Das serelys für die Wechseljahresbeschwerden hilft mir gut.
    Leider wurde jetzt bei mir am linken Eierstock eine knapp 6 cm eingeblutete Zyste entdeckt. Ich habe mittlerweile beschwerden. Teilweise so heftig schmerzen die in den Rücken ziehen. Bin deshalb schon zusammen gebrochen. Mein frauenarzt meinte ich könnte die Sache aussitzen und warten oder beide Eierstöcke Entfernen lassen. Was aber starke Wechseljahresbeschwerden hervorruft.meine Gebärmutter habe ich seit 2003 nicht mehr. Wegen meines Brustkrebs kann ich deshalb auch keine Hormone nehmen. Hast du Erfahrung damit oder jemand anderes hier? Ich bin so verunsichert. Weiß nicht was richtig oder falsch ist.
    Viele liebe Grüße
    Silke

    • Kirsten
      Autor
      8. März 2022 / 12:19

      Liebe Silke, ich kann Dich sehr gut verstehen, denn ich hatte ähnliches. Ich hatte über ein Jahr eine durch Tamoxifen bedingt eine sehr große Zyste am Eierstock. Auf Grund der Corona Pandemie konnte ich vor zwei Jahren nicht direkt ins Krankenhaus, da mir empfohlen wurde, sie entfernen zu lassen. Nach neun Monaten Warten bin ich dann ins Krankenhaus und mir wurden dabei auch beide Eierstöcke entfernt. Zudem hatte ich den ganzen Bauch voll mit Endometriose, was vorher nicht bekannt war. Kurzum: mir geht es seitdem deutlich besser als vorher. Im Zuge dessen habe ich auf Aromatasehemmer umgestellt, da Tamoxifen bei mir nun nicht mer das passende Medikament war. Ich war auch sehr besorgt vorab und bin heute sehr dankbar, diesen Eingriff unternommen zu haben. Ich war auch recht schnell wieder fit, wohl auch dank regelmäßigem Sport. Die ersten vier Monate mit Anostrozol waren schon hart. Aber ich wusste, dass sich dies mit der Zeit bessert. Nun nehme ich das Anostrozol schon neun Monate und mir geht es deutlich besser, als unter Tamoxifen. Ich empfehle Dir eine ärztliche Zweitmeinung und dann kannst Du weiterschauen. Alles Gute für Dich und wunderbare Grüße von Kirsten von der Herzwiese.

  39. Silke
    8. März 2022 / 12:57

    Liebe Kirsten,
    Dankeschön für deine schnelle Antwort.
    Ich werde mir im Krankenhaus eine zweite Meinung einholen. Dann werde ich sehen welches für mich die beste Lösung ist.
    Deine Seite hat mir schon sehr viel geholfen. Es wäre schön wenn ich deinen Newsletter bekommen würde.
    Fühl dich umarmt.
    Ich sende sonnige Grüße bleib gesund.
    Silke

    • Kirsten
      Autor
      8. März 2022 / 13:29

      Liebe Silke,
      sehr gerne. Eine Zweitmeinung ist immer gut. Ich freue mich natürlich sehr, dass ich Dir weiterhelfen konnte und Dir meine Herzwiese so gut gefällt. Ich stecke da sehr viel Liebe, Zeit, Erfahrungen und Wissen rein. Ich freue mich, wenn Du mal berichtest, wie es sich entwickeln wird. Zum Newsletter habe ich Dich angemeldet, es müsste eine Bestätigungsmail bei Dir angekommen sein. Alles Gute für Dich und wunderbare Grüße von Kirsten von der Herzwiese.

  40. Silke
    30. März 2022 / 17:35

    Hallo liebe Kirsten,
    heute hatte ich einen Untersuchungstermin im Krankenhaus wegen meiner Zyste. Jetzt sind es mittlerweile drei große eingeblutete Zysten. Mein linker Eierstock muss entfernt werden. Ich habe mittlerweile unerträgliche schmerzen. Meine OP ist am 4.4.22 . Habe zwar Angst davor,aber ich hoffe sehr das es mir dann besser geht. Ich danke dir nochmals für deine guten Tips und Ratschläge.
    Viele liebe Grüße und bleib gesund.
    Silke ☀️

    • Kirsten
      Autor
      31. März 2022 / 15:47

      Liebe Silke,
      ich kann deine Angst so gut nachvollziehen, denn mir ist ja ähnliches passiert. Ich war unglaublich nervös vor der OP. Aber danach ging es mir danach sehr schnell wesentlich besser und heute bin ich so dankbar, dass alles geklappt hat. Und auch, dass ich es habe machen lassen. Es wird bei Dir ganz bestimmt auch sehr gut laufen. Ich wünsche dir ganz viel Glück – alles wird gut. Auf ganz bald und wunderbare Grüße von Kirsten von der Herzwiese.

  41. Silke
    31. März 2022 / 15:58

    Dankeschön liebe Kirsten,
    Ich hoffe das es dir gut geht. Und das gesundheitlich bei dir alles soweit ok ist.
    Pass gut auf dich auf.
    Ich danke dir für deine aufmunternden Worte. Ich hoffe sehr,das bei mir auch alles gut läuft und das es mir dann besser geht.
    Viele herzliche Grüße
    Silke ☀️

    • Kirsten
      Autor
      31. März 2022 / 16:20

      Liebe Silke,
      das mache ich und mir geht es prima. Melde Dich mal, wenn Du es geschafft hast. Und denke an etwas Schönes, wenn Du in den OP gefahren bist. Das habe ich auch gemacht und es ist gut fürs Unterbewusstsein. Toi, toi, toi. Wunderbare Grüße von Kirsten von der Herzwiese.

  42. Silke
    10. April 2022 / 09:20

    Hallo liebe Kirsten,
    am 4.4 war meine OP. Der linke Eierstock musste raus und rechts der Eileiter. Drei sehr große eingeblutet Zysten mit abgesprengter Gebärmutterschleimhaut. Gott sei Dank war alles gutartig. Leider habe ich noch immer starke schmerzen nach der OP. Es hat sich ein Bluterguss an der großen Wunde gebildet. Aber jetzt muss ich einfach nur Geduld haben und mich schonen. Dann wird es mir hoffentlich endlich wieder gut gehen. Habe auch auf dem Weg in den OP immer an etwas schönes gedacht.
    Viele herzliche Grüße
    Silke ☀️

    • Kirsten
      Autor
      10. April 2022 / 15:58

      Liebe Silke, ich habe mich wirklich sehr über deine Nachricht gefreut. Jetzt hast Du es geschafft und der Bluterguss wird auch wieder verschwinden. Es hört sich doch alles sehr gut an. Da ist nun bestimmt eine ganz große Last von deinen Schultern gefallen. Und es war gut, dass Du an etwas Schönes gedacht hast, kurz vor dem Wegschlummern in die Narkose. Gute und schnelle Genesung für Dich und wunderbare Grüße von Kirsten von der Herzwiese.

  43. Christel Schmidt
    11. April 2022 / 13:13

    Hallo liebe Kirsten, zu meinem großen Glück
    habe ich heute deine “ Herzwiese“ entdeckt.Ich wurde am 22.3 2022 an Brustkrebs brusterhaltend operiert .Es war bei einer Mammographie durch großen Zufall entdeckt, weil es noch kein Knoten sondern nur eine minimale Verdickung war. Nach einer Biopsie wurde aber bestätigt, daß der Befund positiv und hormonbedingt mit einer Größe von 6 mm war. OP ist sehr gut verlaufen und der Wächter Lymphknoten ohne Befall von Krebszellen. Nun wurde mir bei meinem Abschlussgespräch mitgeteilt,daß ich Bestrahlung und ein Hormonpräparat Tamoxifen Farmos 20 mg zur weiteren Behandlung bekommen soll. Nachdem ich die Beipackbeschreibung gelesen habe stieg aus Angst mein Blutdruck bestimmt auf 250. Mein Sohn riet mir gleich davon ab, weil er auch einen Schreck von den Nebenwirkungen bekommen hatte. Ich habe genau so eine Blockade dieses Medikament zu nehmen. Werde allerdings schon 79 Jahre, und fühle mich bis jetzt topfit. Da meine Schwiegertochter vor 7 Jahren auch an Brustkrebs erkrankte und auch dieses Medikament bekam, jedoch alle Nebenwirkungen voll zu spüren bekam, hat sie es nach 2 Jahren abgesetzt. Bis jetzt geht es ihr gut. Was soll ich nur machen? Für die Strahlentherpie habe ich noch keinen Termin. Ich wäre sehr dankbar für einen Rat von dir. Herzliche Grüße von Christel

    • Kirsten
      Autor
      11. April 2022 / 13:40

      Liebe Christel, ganz lieben Dank für deine offenen Worte. Erst einmal kannst Du sehr stolz auf Dich sein, dass du soweit schon so viel geschafft hast. Alleine mit der Diagnose umzugehen und fertig zu werden, ist ja zunächst einmal ein harter Brocken. Ich kann Dir aus meiner Erfahrung berichten, dass meine Ärzte vor fünf Jahren mir die Möglichkeit offerierten nach der Bestrahlung mit dem Tamoxifen zu beginnen, wenn ich dazu bereit bin (Zeitraum war damals rund 2 Monate). Bei mir hat es nach der Bestrahlung noch sechs Wochen gedauert, bis ich damit unter Tränen angefangen habe. Nun habe ich Tamoxifen knapp vier Jahre eingenommen und jetzt nehme ich schon fast ein Jahr Aromatasehemmer. Und was soll ich sagen: es geht mir wirklich gut. Natürlich gibt es auch bei mir Höhen und Tiefen und Tage, an denen ich alles in Frage stelle. Aber insgesamt bin ich froh und dankbar, eine Antihormontherapie in Anspruch nehmen zu können. Es nicht zu nehmen, ist keine gute Option. Machst Du nach der Bestrahlung noch eine Reha? Das hat mir sehr geholfen damit zu beginnen. Also gehe es langsam an und einen Versuch es zu nehmen, ist es auf jeden Fall wert. Und die Nebenwirkungen müssen ja nicht automatisch alle kommen. Du schaffst das und bitte versuche es. Denn es ist eine wirklich wirksame und sinnvolle Hilfe gegen neuen Krebs. Alles Gute für Dich und nicht aufgeben. Wunderbare Grüße von Kirsten von der Herzwiese.

  44. Christel Schmidt
    11. April 2022 / 15:18

    Liebe Kirsten, ich danke dir von ganzen Herzen für deine schnelle Antwort, denn ich grübel schon einige Tage, wie ich mich verhalten soll. Mit meinem 7 jährigen Enkelchen möchte ich auch weiterhin noch frohe und glückliche Jahre verbringen. (Die Mama hatte Brustkrebs) . Denn ich habe mich in diesen schweren Zeiten voll und ganz meiner kleinen Enkeltochter gewidmet. Leider verstarb auch mein Mann 2021nachdem ich ihn 6 Monate rund um die Uhr gepflegt hatte, ab Krebs. Mir blieb also nichts erspart, dennoch sah ich immer wieder Licht am Ende des Tunnels und so möchte ich es auch weiter handhaben. Wenn ich meine Strahlentherapie beendet habe werde ich auch eine REHA beantragen um wieder, Kraft zu sammeln. Danach habe ich mit MIR beschlossen, auch die Hormontabletten zu nehmen. Ich würde.mich wieder melden, wenn irgendwelche Zweifel auftreten. ES ist schön, daß es jemand wie dich gibt, die anderen Mut macht . DANKE…..und dir auch alles Gute ! Von Herzen liebe Grüße, Christel

    • Kirsten
      Autor
      11. April 2022 / 16:14

      Liebe Christel, lieben Dank für deine neue Nachricht. Es ist schrecklich, was der Krebs alles anrichten kann. Das hast Du ja dann auch schon zu genüge erlebt. Ich freue mich sehr, dass ich Dir Mut machen konnte. Das was Du schreibst klingt nach einem sehr gut Plan. Eine gute Sache, Ziele zu haben und die Reha wird dir ganz bestimmt gut tun. Melde Dich gerne wieder, wenn Dir danach ist. Alles Gute und wunderbare Grüße von Kirsten von der Herzwiese.

  45. Christel Schmidt
    11. April 2022 / 16:41

    Vielen lieben Dank und eine Frohe Osterzeit wünscht Christel

    • Kirsten
      Autor
      12. April 2022 / 07:32

      Liebe Christel, vielen Dank. Auch ich wünsche Dir und deinen Lieben entspannte und frohe Ostern. Wunderbare Grüße von Kirsten von der Herzwiese.

  46. Jutta Kloth
    4. Mai 2022 / 19:01

    Hallo liebe Mädels,
    bei mir wurde vor genau einem Jahr ein 3 mm großer Tumor entfernt und in einer weiteren Operation 3 Wächterlymphknoten. Es folgte die Bestrahlung und danach der Start mit Tamoxifen. Ich habe mich sehr vor dem Tag gefürchtet, es aber dann doch durchgezogen, nachdem ich auf Deiner so Mut machenden Seite war, liebe Kirsten!
    Meine Schachtl habe ich mit Edding und Großbuchstaben mit dem Wort „Lebensretterchen“ beschriftet.
    Die ersten Monate waren echt hart, aber dann wurde es immer besser. Nicht jeder Tag ist gleich und auch ich habe meine „Zipperleins“ und bin manchmal neben der „Spur“, was ich aber vielleicht in den Zeiten des hormonellen Umbruchs auch ohne das Medikament wäre??
    Ich konnte sogar mein Gewicht bis auf 1 kg halten. Was mir echt geschadet hat, war das Import Tamoxifen aus Spanien, das ich jetzt 2 Monate genommen habe. Ich hatte dermaßen mit Wassereinlagerungen zu kämpfen, das war echt unangenehm. Letzte Woche bekam ich mein Tamoxifen von der Fa. Hexal wieder und das Problem hat sich innerhalb von Tagen wieder erledigt.
    Ich hatte in der Apotheke um Benachrichtigung gebeten, sobald „mein Tam“ wieder lieferbar wäre und sie hatten letzte Woche dann 1 Packung bekommen! Bleibt dran, es lohnt sich!
    Ich wünsche Euch allen von Herzen ganz viel Mut, Zuversicht, Glauben und Hoffnung und gesunde und glückliche Stunden und ganz viel Genuß für jeden neuen Tag der uns geschenkt wird! Lasst uns das Leben feiern.
    Viele liebe Grüße
    Jutta aus dem schönen Bayern

    • Kirsten
      Autor
      5. Mai 2022 / 18:52

      Liebe Jutta, ich freue mich wirklich sehr über deinen netten Kommentar und auch, dass ich dir Mut gemacht habe. Ich kenne die Höhen und Tiefen nur zu gut und es ist jeden Tag wieder eine neue Herausforderung. Aber wir schaffen das. Und das Leben hält für uns alle gute Dinge bereit. Positiv denken hilft dabei immer gut. Interessant ist die Wirkung des spanischen Tamoxifens bei Dir. Und wie gut, dass Du nun wieder eines von Hexal bekommen hast. Alles Gute für dich und bis ganz bald hier wieder auf der Herzwiese. Wunderbare Grüße von Kirsten von der Herzwiese.

  47. Dani
    26. August 2023 / 17:25

    Liebe Kirsten, ich mag deine Seite. Hat mir viel Input gegeben und ich habe mir im Internet viereckige Augen gelesen. Seit dem 18.08 weiß ich, dass ich einen hormonellen Brustkrebs habe, der sich an mein Fibro gedockt hat. Der angstvolle CT Termin war GsD eine Erlösung. Keine Metastasen! Absolute 10 kg Ballast weg Freude.

    OP ist am 19.09, ich nehme jetzt bereits Tamoxifen, aber anders. Ich habe ein absolut aktives Leben, ich will mich nicht einschränken und ich weiß genau, wenn ich nur zwei der schlimmen Nebenwirkungen bekomme, höre ich damit auf. Da es genug Studien zu Vorstufen von Krebs und Low Dose Tam gibt, werde ich es so versuchen. Der KID „rät“ auch, es so zu nehmen, als gar nicht. Also nehme ich derzeit zwischen 5 und 10 mg, abwechselnd. Irgendwann dauerhaft 10 mg, vielleicht irgendwann 20.

    Ich kann nicht verstehen, wie alle Frauen (und Männer) über einen Kamm gescherrt werden. Ob ich 20/30/40 oder 50 bin, ob groß, klein, dick, dünn, sportlich, unsportlich. Jeder Mensch verstopfwechselt anders, in der Leber wird Tam umgewandelt. Aber das passiert bei jedem doch unterschiedlich. Die pauschale Einnahme von Tam kritisiere ich total, aber die medizinische Richtlinien sagen….

    PS: Ich sehe Tam nicht als Lebensversicherung. Es ist eine Chance, dass ich nicht erneut erkranke. Es ist aber keine Garantie. Was man letztendlich mit dieser Erkenntnis macht, liegt an einem selbst. Wenn man für sich fein damit ist, ein mögliches Rezidiv nicht dem Tam zuzuschieben, dann sollte man seine restlichen Jahre genießen können. Keiner weiß, wie alt er werden darf. Das entscheiden andere, aber vor allem nicht eine Antihormontherapie.

    Liebe Grüße

    • Kirsten
      Autor
      3. September 2023 / 18:09

      Liebe Dani, zunächst einmal alles erdenklich Gute für deine bevorstehende Operation. Und im Anschluss lasse es einfach mal auf Dich zukommen. Deine Bedenken sind völlig normal und oft ändert sich das auch im Lauf der Therapie. Ich hatte ja zu Beginn eine Tamoxifen-Sperre und es hat seine Zeit gebraucht, bin Kopf und Herz ja dazu gesagt haben. Es ist ein langer Weg und dafür wünsche ich dir Kraft, Energie und alles Gute. Wichtitg ist auch, dass Du in guten medizinischen Händen bist und deinen Ärzten vertraust. Wunderbare Grüße von Kirsten von der Herzwiese.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert


Etwas suchen?